Trotz überlegener Spielweise und klarer Chancen 1:2-Niederlage in Forchheim
SpVgg SV Weiden scheitert wieder an sich selbst

Lokales
Bayern
31.08.2015
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Es ist zum Verzweifeln bei der SpVgg SV Weiden. Die 1:2 (0:2)-Niederlage bei der SpVgg Jahn Forchheim am Samstag passte perfekt ins Schema der bisherigen Bayernliga-Saison. Die Mannschaft von Trainer Tomás Galásek scheiterte wie so häufig an einer schlechten Chancenauswertung. Dementsprechend bedient war der Tscheche nach dem Spiel: "Wir müssen zu Beginn gleich die Tore machen, dann läuft das Spiel anders. So rennen wir wieder einem Rückstand hinterher, das macht es nicht einfacher."

Auf der anderen Seite reichten dem Weidener Gegner erneut viel Leidenschaft und eine fast hundertprozentige Effektivität vor dem Gästetor, was Heimcoach Michael Hutzler natürlich erfreute: "Unser Kampf war hervorragend. Spielerisch geht momentan wegen unserer Verletzten nicht mehr. Dazu haben wir unsere Konter effektiv genutzt."

Die Oberpfälzer rutschten durch diese Niederlage mit den nun punktgleichen Forchheimern bis auf Relegationsplatz 15 der Bayernliga Nord ab. Galásek ist sich der Situation bewusst und nimmt seine Mannschaft in die Pflicht: "Die meisten Spieler haben heute unter ihrem Niveau gespielt. Wir wirken im Moment sehr verkrampft." Bei den Schwarz-Blauen durfte Neuzugang Enis Saramati sein Debüt feiern, dazu kehrte Matthias Heckenberger in die Startelf zurück. Neben dem privat verhinderten Christoph Hegenbart fiel kurzfristig auch Michael Riester wegen einer Sommergrippe aus.

Die SpVgg SV Weiden fand zunächst gut in die Partie. In den ersten zehn Minuten hätte sie durch zwei gute Chancen von Saramati und Busch die Führung erzielen können. Für diese sorgte dann auf der anderen Seite Forchheims Mittelfeldregisseur Tomas Roas, der nach einem Konter die Weidener Abwehr überlief und zum 1:0 einschob (17.).

Es folgten wütende Angriffe der Oberpfälzer, aus denen jedoch erneut kein Kapital geschlagen werden konnte. So wurde es erneut Roas zu einfach gemacht, als dieser völlig allein stehend nach einem weiteren Tempogegenstoß zum 2:0 einlochte (32.). Galásek war mit dem taktischen Verhalten seines Teams überhaupt nicht einverstanden: "Wir wollten zu schnell den Ausgleich. Wir hatten noch viel Zeit, um den Rückstand aufzuholen. Aber wir werfen gleich alles nach vorne und kassieren das 2:0."

Anschlusstor durch Rodler

Dieser Treffer spielte dem Jahn natürlich in die Karten, der sich fortan fast nur noch auf die Defensive beschränkte und der SpVgg SV das Spiel überließ. Die nun drückend überlegene Galásek-Elf kam zu Chancen, wusste mit diesen aber wenig anzufangen. Andreas Wendl per Kopf (47.), Saramati alleine vor Torwart Tugay Akpala (49.) und der eingewechselte Josef Rodler mit einem Drehschuss knapp am Gehäuse vorbei (73.) hatten die besten der vielen Weidener Möglichkeiten. In der Endphase scheiterte noch Martin Schuster mit einer Doppelchance an Akpala (87.). Mit einem Freistoß verkürzte Rodler in der Nachspielzeit (93.), der Anschlusstreffer kam aber zu spät.
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