Vortrag "Hören im Alter" im Klinikum Fichtelgebirge
Was ein modernes Hörgerät alles kann

Lokales
Bayern
23.11.2015
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Irgendwann kommt man vielleicht nicht mehr drum herum: Um überhaupt noch am Alltag teilnehmen zu können, braucht man ein Hörgerät. Was die moderne Technik heute in diesem Bereich schon leistet, erläuterte Hörgeräteakustikerin Daniela Baumann in beiden Häusern Selb und Marktredwitz des Klinikums Fichtelgebirge.

Man werde nicht automatisch im Alter schwerhörig, so die Referentin, jedoch treffe es bei den 70-Jährigen bereits über 50 Prozent. Hören und Verstehen seien dabei zwei verschiedene Dinge. Mit zunehmendem Lebensalter könnten oft die hohen Frequenzen nicht mehr wahrgenommen werden.

"Hörverlust kommt selten über Nacht", erklärte die Referentin. Häufiges Nachfragen, auffallend hohe Lautstärke von Radio und Fernseher seien erste Anzeichen dafür.

Erster Ansprechpartner bei Gehörschwäche sei der HNO-Arzt. Für den anschließenden Termin beim Hörgeräteakustiker solle man viel Zeit einplanen, vielleicht auch einen Angehörigen mitnehmen. Danach beginne ein zweiwöchiges Training zu Hause, mit CD und Handbuch, um das Gehirn anzuregen, Sprache wieder stärker aus anderen Umweltgeräuschen herauszufiltern. Nach einer weiteren Zeitspanne des "Probetragens" verschiedener Modelle und der wiederholten Feinanpassung komme es - etwa nach einem halben Jahr - zur endgültigen Wahl des Hörgeräts. Davon gäbe es über 1000 Modelle. "Digitaltechnik ist heute Standard", informierte die Fachfrau, so könne man zum Beispiel Anrufe auf dem Handy direkt über das Hörgerät empfangen, viele Zusatzfunktionen (mit Eigenanteil bei der Finanzierung) ermöglichten die individuelle Einstellung für jede Situation.
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