Wie Eltern mit Kinder-Ängsten umgehen
Alle Monster raus!

Lokales
Bayern
09.09.2015
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Ein Monster könnte im Zimmer sein oder ein Einbrecher kommen: Viele Kinder finden abends einfach keine Ruhe, weil sie Angst haben. Manche Eltern denken dann: Das ist ein Trick, um das ins Bett gehen hinauszuzögern. Doch das stimme meistens nicht, und Eltern sollten das lieber nicht mit den Kindern diskutieren, sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

"Auch mit fünf oder sechs Jahren glauben Kinder noch an magische Fähigkeiten", sagt der Experte. Sie haben also wirklich Angst. Ritzer-Sachs rät zu einem einfachen Trick, der oft schon hilft: Eltern können die Monster verjagen. "Sie machen das Licht an und rufen dann etwa ,Alle Monster jetzt sofort raus, sonst kommt die Monsterkanone'."

Entwickeln Kinder solche Ängste nach Büchern oder Fernsehsendungen für Kinder, sei das kein Grund, darauf zu verzichten. "Denn in den Geschichten werden die Monster ja auch besiegt", sagt Ritzer-Sachs.

Außerdem sollten Mütter und Väter ihren Kindern - auch vor dem Einschlafen - die Sicherheit geben, dass sie immer da sind, wenn sie Angst haben oder Hilfe brauchen. Hilft die Monsterjagd überhaupt nicht, und hat das Kind mehrere Wochen lang Angst, sollten die Eltern sich bei einer Beratungsstelle informieren.
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