Windräder: Investor klopft an

Nach der Begrüßung durch Ortssprecher Hans Reindl (stehend) ging Bürgermeister Werner Nickl (hinten, Dritter von rechts) auf aktuelle Vorhaben und Probleme in der Kommune ein. Bild: hl
Lokales
Bayern
07.07.2015
9
0

Es war für die Bürger aus Guttenberg und Schweißenreuth die beste Nachricht: Sie werden bis Herbst mit einer DSL-Leitung versorgt sein. Allerdings gefiel ihnen nicht alles, was Bürgermeister Werner Nickl sonst noch mitteilte.

Was dem Stadtoberhaupt auf dem Herzen lag, war die Windkraft. Ein Investor habe sich gemeldet. Dieser wolle im Hessenreuther Wald beim bestehenden Windforschungsmast Windräder errichten, berichtete Werner Nickl im Bürgergespräch. Derzeit werden entsprechende Verträge mit dem Forst vorbereitet. Der Antrag werde zwar noch im Stadtrat behandelt, er wolle aber zunächst die Meinung der Guttenberger und Schweißenreuther dazu hören. Sie müssten schließlich den "Anblick tagtäglich ertragen". Wie die Beiträge zeigten, war die Stimmung hier deutlich negativ.

Keine erste Klasse mehr

Für die Anwesenden gab es aber noch eine schlechte Nachricht. Nach derzeitigem Stand soll es im kommenden Schuljahr mangels Kinder keine 1. Klasse mehr in der Grundschule Waldeck geben. Laut dem Bürgermeister sollen im September 44 Mädchen und Buben eingeschult werden. Es werde voraussichtlich nur noch zwei erste Klassen geben - in Kastl und Kemnath. Die Verantwortung liege hier allein bei der Schulverwaltung. Der Stadtrat werde sich auch mit diesem Thema befassen und Gespräche mit der Schulleitung führen.

Als Gesamtkosten für den DSL-Ausbau gab der Rathauschef 840 000 Euro an, die zu 80 Prozent bezuschusst werden. Hier sprach Werner Nickl dem Heimatministerium für sein Programm ein Sonderlob aus. So sei die Vollversorgung bis Herbst 2016 gewährleistet. In Zusammenarbeit mit Erbendorf sei auch Hopfau nunmehr erschlossen.

Zum Punkt "Neubau des Leichenhauses in Kemnath" meinte Nickl, dass eine "unendliche Geschichte" endlich einen Abschluss gefunden habe. Zur Sprache brachte er auch das Dietl-Anwesen. Hier wären die im Raum gestandenen Kosten für eine Sanierung nicht zu verantworten gewesen. Die Stadt habe inzwischen die vorzeitliche Abriss-Bewilligung erhalten, und so könne nun dort eine Grünfläche entstehen. Auch die dort verlaufende Stadtmauer könne so wieder mehr zur Geltung gebracht werden.

Schwierige Detailfragen

Zur künftigen Nutzung des Brauhausgeländes verriet der Rathauschef lediglich, dass ein Investor Interesse zeige, jedoch Detailfragen noch Schwierigkeiten bereiteten. Die Sanierung des Rathauses sei ebenfalls nicht einfach. Der doch erhebliche Kostenumfang werde derzeit überprüft. Wichtigster Punkt sei dabei die Barrierefreiheit.

Unbedingt erforderlich sei der Umbau der Kläranlage in eine biologische Anlage. Die Voll-Auslastung sei erreicht.
Weitere Beiträge zu den Themen: Guttenberg (105)Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.