"Wir ziehen an einem Strang"

Parteipolitik bleibt außen vor.
Lokales
Bayern
06.02.2015
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"Unsere Region steht vor großen Herausforderungen. Optimistisch macht mich, dass wir endlich alle an einem Strang ziehen. Dies sind alle 17 Bürgermeister und der Landrat", sagte Dr. Karl Döhler bei der Jahresmedienkonferenz.

Beispielhaft erwähnte der Landrat den einstimmigen Beschluss, in dem sich alle Bürgermeister für Marktredwitz als Standort für eine Behördenverlagerung ausgesprochen haben.

"Parteipolitik bleibt außen vor. Wir müssen gemeinsam für unsere Region arbeiten." Der Landrat meinte: "Das war früher nicht so." Die neue Gemeinsamkeit sei die Basis für die Ziele und Pläne, "die wir in der Zukunft gemeinsam verwirklichen wollen". Dabei verwies Dr. Döhler auch auf eine Zusammenarbeit über Bezirks- und Landkreisgrenzen hinweg. Denn solche Grenzen interessierten moderne Bürger nicht. "Die wollen, dass wir uns für unsere Region einsetzen."

"Wir haben verstanden, dass wir die Probleme vor Ort gemeinsam lösen müssen." Dies habe auch Heimatminister Markus Söder beeindruckt. Den Landkreis Wunsiedel sieht Dr. Döhler auf einem guten Weg, nicht zuletzt wegen der guten Zahlen auf dem Arbeitsmarkt, besonders aber wegen der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Dazu beigetragen hätten im vergangenen Jahr 21 Millionen Euro Fördermittel des Freistaats Bayern. Mehr als ein Dutzend Firmen hätten die Angebote wahrgenommen und gewaltig investiert.

Bioenergie-Heilbad

Strahlkraft für den Landkreis hätten Weißenstadt und Bad Alexandersbad. Während in Weißenstadt mächtig in die Therme investiert werde und sich wohl bald Bad Weißenstadt nennen dürfe, befinde sich Bad Alexandersbad auf dem Weg zum ersten Bioenergie-Heilbad Deutschlands. Viel verspricht sich Dr. Karl Döhler von der Sportstiftung Hochfranken, die im vergangenen Jahr gegründet wurde. Außerdem gebe es Gespräche über eine mögliche grenzüberschreitende Gartenschau Selb-Asch 2022 oder 2024. Allerdings müssten noch viele Steine aus dem Weg geräumt werden.

Mit E-Loks

Stichwort Verkehrsgemeinschaft Hochfranken: "Auch hier bündeln wir die Kräfte." Landräte und Bürgermeister der Region drängten zudem auf eine Elektrifizierung der Bahnlinie Nürnberg-Bayreuth-Eger. "Wir wollen ein Eisenbahnkreuz schaffen, allerdings jetzt mit E-Loks."

Kurz ein Thema war im Pressegespräch auch das Thema Flüchtlinge. Ende 2014 wohnten im Landkreis Wunsiedel 319 Asylbewerber und 53 Kontingentflüchtlinge. Untergebracht sind sie dezentral in 60 Wohnungen. "Ich bin überzeugt, es werden heuer noch mehr kommen. Aber wir werden auch dieses Problem meistern."
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