Zeitenwende beim Förderverein Porzellanikon Selb und Hohenberg an der Eger - Führungswechsel
Rosemarie Döhler übernimmt Spitze

Sie bestimmen die Geschicke des Porzellanikons mit, von links, Jürgen Hofmann, Wilhelm Siemen, Udo Benker-Wienands, Dr. Bernd von Chiari, Ursula Emmerich, Ulrich Pötzsch, Rosemarie Döhler, Christine Hippmann und stellvertretender Landrat, Roland Schöffel. Bild: hfz
Lokales
Bayern
08.06.2015
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Nach mehr als 25 Jahren stellte sich Ursula Emmerich nicht mehr zur Wahl. Sie konnte auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz zurückschauen. Seit 1985 hat der Förderverein die stolze Summe von 217 144 Euro an das Porzellanikon gespendet und damit in ganz entscheidender Weise einen Beitrag für den Aufbau und die Entwicklung des Hauses geleistet.

Vor den Neuwahlen informierte Ursula Emmerich über die Aktivitäten und die finanzielle Unterstützung des Fördervereins. So konnten im vergangenen Jahr insgesamt 12 138 Euro an beide Museen gespendet werden. Eingesetzt wurde der Betrag zum Beispiel für eine außergewöhnliche Porzellanbildplatte mit "Wallensteins Tod" für 3000 Euro oder eine Dali-Vase für 900 Euro. Der Katalog für die Art-Deko-Tassen wurde mit 3800 Euro unterstützt. Für die Bibliothek wurden Bücher im Wert von 682 Euro erworben und für das Porzellanikon in Hohenberg ist eine Kühltheke für 583 Euro angeschafft worden.

Kuchen und Flohmärkte

"Geplant sind weitere 20 000 Euro für die Museumspädagogik und eine Mini-Manufaktur für Schüler", informierte Ursula Emmerich über die weiteren Planungen. Die Einnahmen setzen sich hauptsächlich aus Spenden und dem Verkauf von Kuchen und Getränken durch die Mitglieder bei Museumsfesten, Kinderflohmärkten und Expertisentagen zusammen. Insgesamt haben sich die Mitglieder des Vereins an elf Veranstaltungen des Porzellanikons unterstützend beteiligt.

Bei den Neuwahlen wurde als Nachfolgerin von Ursula Emmerich einstimmig Rosemarie Döhler, die bisherige stellvertretende Vorsitzende, an die Vereinsspitze gewählt. Zum neuen Stellvertreter bestimmten die Anwesenden einstimmig den Selber OB Ulrich Pötzsch. Zweiter Stellvertreter wurde Dr. Bernd von Chiari. Udo Benker-Wienands löst Christine Hippmann als Schriftführer ab. Kassierer bleibt weiterhin Wolfgang Prell, Johanna Seifert wurde als Kassenprüferin wiedergewählt.

Wilhelm Siemen, Direktor des Porzellanikons, bedankte sich bei Ursula Emmerich für deren langjähriges Engagement mit einem Blumenstrauß und überreichte ein außergewöhnliches Porzellanpräsent von Helmut Drexler. "Du hast zusammen mit uns für das Museum gekämpft. Du hast gezeigt, dass dieses Haus wichtig ist für Hohenberg und Selb und für die gesamte Region. Als Gründungsmitglied hast du dich für den Aufbau eingesetzt und Dich am Ringen für die besten Lösungen beteiligt. In all den Jahren bist nicht nur als Helferin aktiv gewesen, sondern auch als Freundin des Hauses", hob Siemen hervor.

Ehrenvorsitzende

Für ihre besonderen Verdienste als Gründungsmitglied und langjährige Vorsitzende des Fördervereins Porzellanikon - Staatliches Museum für Porzellan, Hohenberg an der Eger/ Selb wurde Ursula Emmerich einstimmig zur Ehrenvorsitzenden ernannt.

In Kurzform präsentierte Rosemarie Döhler ihre Ziele. Ihre Intention sei die Verknüpfung von Museum und Bevölkerung. "Ich erlebe, dass das Interesse bereits in Marktredwitz und Wunsiedel nachlässt. "Meine Aufgabe wird sein, auf das Haus, die Ausstellungen und Aktivitäten aufmerksam zu machen. Es wird noch zu wenig geschätzt. Lasst uns ruhig ein bisschen nerven", lautet ihre Devise.

Auch die Zusammenarbeit mit Fördervereinen der Region, wie dem Forum "Selb erleben" möchte die neue Vorsitzende verstärken, um das Museum besser zu etablieren. "Damit auch junge Leute das Museum auf dem Schirm haben". Ganz besonders wichtig ist ihr dabei die Museumspädagogik. "Aber natürlich werden wir auf den Veranstaltungen weiterhin Kaffee und Kuchen anbieten."
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