Zollbeamter informiert Eltern über Drogen und ihre Wirkung - Mit Crystal schnell in den Abgrund
Auch "Legal Highs" brandgefährlich

Achim Herkt. Bild: hfz
Lokales
Bayern
09.12.2015
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Achim Herkt vom Hauptzollamt Regensburg weiß, wovon er spricht. Der Zollbetriebsinspektor der mobilen Kontrolleinheit Nord aus Selb hat es als Fahnder mit Drogen aller Art zu tun. Die Eltern begrüßte er zu seinem Vortrag am Otto-Hahn-Gymnasium mit den Worten: "Wer informiert ist, kann sich und andere schützen!"

Folgerichtig sah er seine Aufgabe nicht darin, zu drohen, sondern zu informieren. In 90 Minuten gab es einen Überblick über die illegalen Drogen, die in den Zuständigkeitsbereich des Zolls fallen. Herkt räumte unter anderem mit dem Vorurteil auf, der einzige Unterschied zwischen Alkohol und Marihuana sei der zwischen einer legalen und einer illegalen Droge. Anders als bei Alkohol bleibe Marihuana bis zu sieben Tagen im Körper aktiv und könne zu "Flashbacks" führen. Zudem träten Langzeitfolgen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Antriebs- und Teilnahmslosigkeit auf.

Besonders warnte er auch vor den "Legal Highs", sogenannten "Badesalzen" oder "Kräutermischungen", die im Internet problemlos und relativ preiswert zu erwerben seien. Das größte Problem bestehe nach wie vor durch Crystal: "Eine Droge, die in relativ kurzer Zeit physisch, psychisch und finanziell in den Abgrund führt." Die zentrale Substanz sei Ephedrin, das auch in Medikamenten gegen Erkältungserkrankungen und zur Gewichtsreduktion enthalten sei. Bekannt war es auch schon im Zweiten Weltkrieg als Pervetin oder "Panzerschokolade".

Besonders eindrucksvoll geriet der Vortrag dadurch, dass er nicht theoretisch blieb. Die Eltern konnten die beschriebenen Drogen auch in Augenschein nehmen. Zum Abschluss gab es Hinweise, wo Betroffene und Angehörige im Ernstfall Beratung und Behandlungsangebote finden.
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