Zündende Idee mit Kiefernholz

Das Unternehmen Zarelo stellt in der Klepperstraße Grill- und Kaminanzünder her. Bei der Betriebsbesichtigung dabei waren (von links) Wirtschaftsförderer Markus Brand, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Geschäftsführer Thomas Dunkel, technischer Leiter Stefan Neumeier und Geschäftsführer Wolf-Christian Küspert. Bild: jr
Lokales
Bayern
14.04.2015
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Die Firma heißt Zarelo, die Produkte nennen sich "Zarelos": In der Halle an der Klepperstraße entstehen seit einem Jahr Anzünder für Grill und Kamin. Auch der Oberbürgermeister war bei einer Besichtigung Feuer und Flamme.

"Unsere Grill- und Kaminofenanzünder verkaufen wir deutschlandweit und liefern auch darüber hinaus. Unser Ziel ist es, dass wir für Aldi international liefern dürfen", verriet Zarelo-Geschäftsführer Wolf-Christian Küspert, als Oliver Weigel dem Unternehmen einen Besuch abstattete. Bisher gehören schon Großdiscounter wie Aldi Nord, Rewe oder der Baufachmarkt Obi zu den Kunden.

Die Firma Zarelo ist eine Tochter der Firma Scherdel, hervorgegangen aus einer Verbindung der Maschinenbaufirma Zarian und der Gelo-Holzwerke Weißenstadt. "Bisher haben wir hochtechnisierte Maschinen und Geräte entwickelt und hergestellt. Da kam uns die Idee, wenn wir schon solche Spezialmaschinen herstellen, dann können wir doch auch gleich in die Produktion einsteigen", sagte Thomas Dunkel, der gemeinsam mit Wolf-Christian Küspert in der Geschäftsleitung tätig ist.

Nun werden die hochspezialisierten Maschinen nicht mehr verkauft, sondern für das eigene Unternehmen in Marktredwitz genutzt. Die Firma Zarelo, im Oktober 2012 gegründet, produziert seit Mai 2014 in der Klepperstraße. Vollautomatisch werden derzeit im Acht-Stunden-Betrieb Grill- und Kaminofenanzünder hergestellt.

Sieben neue Arbeitsplätze sind bisher entstanden, verantwortlich für sie ist technischer Leiter Stefan Neumeier. Die Herstellung der Anzünder mit Prototypen hat sich das Unternehmen patentieren lassen. Verwendet wird für die Herstellung ausschließlich hochwertiges Kiefernholz aus der Region. "Das Holz muss astfrei sein", sagte Betriebsleiter Stefan Neumeier. Pro Schicht befüllen die Mitarbeiter rund 3500 Schachteln mit je 32 Anzündern. "Wir haben noch Produktionsspielraum", räumen die Geschäftsführer ein. Allerdings gebe es bei einer Ausweitung der Schichten ein Platzproblem. Das will die Firma mit Hilfe der Stadt lösen. Auch wird in der Innenstadt ein Fachgeschäft für den Werksverkauf von Oktober bis März gesucht.

Oberbürgermeister Oliver Weigel zeigte sich beim Umgang stark beeindruckt und sicherte seine Unterstützung zu, sollte das Unternehmen die Produktion erweitern wollen. "Ich finde es einfach Klasse, welche Ideen hier verwirklicht wurden."
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