66 000 Langzeitarbeitslose in Bayern - Bundesweit 15 Millionen auf Hilfe angewiesen
Müller lobt Hartz-IV-Gesetze

Emilia Müller fordert, dass an den Sanktionsregeln bei Hartz IV nicht gerüttelt werden dürfe. Bild: Götz
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Bayern
27.12.2014
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(KNA/dpa) Die Hartz-IV-Gesetze sind nach Ansicht der bayerischen Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) ein Erfolg. Neben der starken Wirtschaft und der langjährigen verantwortungsvollen Lohnpolitik der Tarifpartner hätten sie mit zur niedrigen Arbeitslosenquote von derzeit 3,4 Prozent im Freistaat beigetragen, sagte Müller am Freitag in München. Seit der Einführung der Arbeitsmarktreform vor zehn Jahren habe sich die Erwerbslosigkeit in Bayern nahezu halbiert. Trotzdem gebe es noch 66 000 Langzeitarbeitslose im Freistaat. Als Ursachen nennt die Ministerin fehlende Berufsabschlüsse, veraltete berufliche Kenntnisse, Sprachprobleme oder die fehlende Kinderbetreuung.

In den vergangenen zehn Jahren haben bundesweit rund 15 Millionen Menschen nach Berechnungen des DGB zumindest zeitweilig Hartz IV bezogen. Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf eine Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum zehnten Jahrestag der Arbeitsmarktreform. Die hohen Ziele der Reform seien verfehlt worden, heißt es. Zudem habe die Reform die Ausbreitung von Niedriglohn und prekärer Beschäftigung begünstigt.
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