Abgasaffäre beschert Pesionsfonds 700 000 Euro Verlust
Söder klagt gegen VW

Politik BY
Bayern
02.08.2016
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Nürnberg. Bayern wird Volkswagen wegen der Folgen des Diesel-Skandals auf Schadenersatz verklagen. Es gehe dabei um die Aktienkurs-Verluste, die dem bayerischen Pensionsfonds entstanden seien, sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) am Dienstag in Nürnberg. Bayern ist das erste Bundesland, das im Zuge der Abgas-Affäre eine Klage ankündigt. Zwischenzeitlich hatte die VW-Vorzugsaktie mehr als 40 Prozent an Wert verloren.

Volkswagen wollte sich am Dienstag nicht dazu äußern. Wie andere klagende VW-Anleger geht Bayern davon aus, dass VW zu spät über die Risiken des Abgas-Betrugs informiert hat. Volkswagen hatte bislang alle Anlegerklagen als unbegründet zurückgewiesen und betont, man habe alle Mitteilungspflichten ordnungsgemäß erfüllt. Der Schaden aus den VW-Kursverlusten in dem Pensionstopf, den Bayern vor Gericht als Dienstherr seiner Beamten geltend machen will, liegt bei maximal 700 000 Euro. Damit verknüpft ist aber ein politisches Signal.

"Bayern muss Volkswagen verklagen", sagte Söder. Der Finanzminister erklärte weiter: "Wir sind da auch rechtlich in der Verpflichtung für unsere Beschäftigten." (Seite 17)
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