Asylheim-Skandal: Polizei durchsucht Büros
Betreiber im Visier

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Bayern
07.10.2014
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Nach den mutmaßlichen Übergriffen auf Asylbewerber haben Ermittler am Montag die Essener Firmenzentrale des Flüchtlingsheim-Betreibers European Homecare durchsucht. Dabei sei nach Beweisen zu möglichen Misshandlungen in Burbach gesucht worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen, Johannes Daheim. Dort sollen Wachmänner Flüchtlinge misshandelt haben.

Nicht genannte Sicherheitskräfte hatten zuvor im WDR-Magazin "Westpol" Vorwürfe gegen European Homecare erhoben und behauptet, das Unternehmen sei über Strafmaßnahmen gegen Flüchtlinge informiert gewesen und habe sie sogar teilweise selbst angeordnet.

Unterdessen hat der Bayerische Flüchtlingsrat die Staatsregierung eindringlich aufgefordert, die Unterbringungsregelungen zu lockern. "Nur Bayern beharrt auf der rigiden Lagerunterbringung", sagte Flüchtlingsrats-Sprecher Alexander Thal am Montag in München. Es sei dringend an der Zeit, das Gesetz zu ändern und die Menschen unbürokratisch und schnell aus Gemeinschaftsunterkünften ausziehen zu lassen.
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