Barriererfreier Rundweg um die Tauritzmühle
Auch im Rollstuhl zu den Bibern

Rund 200 Meter wird der Rundweg von und zur Tauritzmühle lang sein. Bei der dortigen Gaststätte (rechts) plant der Fichtelgebirgsverein einen Anbau für WC-Anlagen und einen Wetterschutzraum. Repro: ak
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Bayern
29.04.2016
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Der Speichersdorfer Fichtelgebirgsverein und die Gemeinde machen die Tauritzmühle für Wanderer, Naturliebhaber und Gaststättenbesucher noch attraktiver. Neben dem geplanten Anbau an die Gaststätte soll eine Wegebaumaßnahme für ein Alleinstellungsmerkmal in der Region sorgen.

Speichersdorf. Wie berichtet, lag dem Bauausschuss ein Antrag des Fichtelgebirgsvereins (FGV) auf Anbau einer neuen WC-Anlage und eines Wetterschutzraum als Unterstellmöglichkeit für Wanderer an das Hauptgebäude der Tauritzmühle vor. Das Gebäude samt Gaststättenbereich und die neuen Toiletten sollen barrierefreie Zugänge erhalten, erläuterte Architekt und Gemeinderat Franc Dierl vor Ort. Mit den künftig ebenerdig zugänglichen Anlagen werden die im Kellergeschoss untergebrachten Toiletten sowie die sanierungsbedürftigen Treppenzugänge innen und außen überflüssig.

Region aufwerten


Die Gemeinde sei mit dabei, die Attraktivität dieses Orts zu steigern. "Das FGV-Haus Tauritzmühle und das gesamte Naherholungsareal rund um das bekannte Ausflugsziel am Tauritzbach wollen wir mit einen Alleinstellungsmerkmal für die gesamte Region wesentlich aufwerten", erklärte Bürgermeister Manfred Porsch. Dafür werde die Kommune einen barrierefreien Rundweg um die Tauritzmühle bauen. Die dann für für Gehbehinderte, Rollstuhl- oder Rollatorfahrer und Eltern mit Kinderwagen geeignete strecke beginne an der Nordseite der Tauritzmühle.

75 Prozent Zuschuss


Der Weg führt in einer Breite von zwei Metern und 200 Metern Länge hin zum Naturlehrpfad und entlang des Mischwaldes Richtung Nordwesten. Anschließend schwenkt er Richtung Süden und verläuft parallel zum Tauritzbach zurück zum Festplatz unterhalb der Tauritzmühle. Auf dem Rückweg können die beiden vorhandenen Biberstege zur Beobachtung der Nager erreicht und die Naturschönheiten bewundert werden. Die kommunale Maßnahme wird mit rund 75 Prozent finanziell gefördert. Der barrierefreie Rundweg soll noch in diesem Jahr hergestellt werden.

Übergangslösung für fehlenden GehwegManfred Porsch gab das Ergebnis einer Verkehrsschau mit dem Staatlichen Bauamt, Landratsamt und der Polizei nach Anregungen in der Bürgerversammlung bekannt. Der Kurvenbereich der Staatsstraße 2184 östlich von Plössen wird mangels Grunderwerb momentan nicht ausgebaut. Ein Verkehrszeichen "Achtung Doppelkurve" weist künftig auf die Gefahrenstelle hin.

Die Behörden lehnten im Bereich der Bahnunterführung der Staatsstraße 2184 und der Einmündung der Kreuzstraße Fahrbahnmarkierungen wegen zu geringer Straßenbreite in der Unterführung ab. Davor wird eine gestrichelte Leitlinie und im Einmündungsbereich der Kreuzstraße eine Tropfenmarkierung zur besseren Verkehrslenkung für Abbieger angebracht. Die Ortstafel an der Ortseinfahrt Windischenlaibach aus Speichersdorf kommend wird weiter nach außen versetzt.

Eine Übergangslösung hat die Gemeinde für den fehlenden Gehweg in der Kemnather Straße zwischen Gaststätte Imhof und Einmündung der Industriestraße gefunden. Die Behörden sahen keine Möglichkeit, einen Gehweg mittels Kennzeichnung auf der Fahrbahn auszuweisen. Den Fußgängern wird ein ausgeschilderter Weg nach Überquerung des Einmündungsbereichs der Industriestraße über den Feldweg bis zur Aubachstraße angeboten. Dem Hinweis von Edmund Bruckner (FW), eine endgültige Lösung durch Neubau eines Gehweges entlang der Kemnather Straße zu suchen, wird weiter nachgegangen. Dabei sollen Fördermöglichkeiten und Baukosten geprüft werden.

Abschließend gab Porsch Einzelheiten zum neuen Bundesverkehrswegeplan bekannt. Demnach ist die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger im "vordringlichen Bedarf" enthalten. Alle politischen Vertreter sind aufgerufen, der Forderung zur Verwirklichung mehr Nachdruck zu verleihen, zumal EU-Mittel dafür zur Verfügung stehen. Die Ortsumgehung Wirbenz wurde in die Förderkulisse "Weiterer Bedarf" aufgenommen. Mit der Umsetzung ist jedoch nicht vor 2030 zu rechnen. (ak)
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