Bauausschuss grundsätzlich für Reihenhäuser
Erschließung der Knackpunkt

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Bayern
22.07.2016
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Bernhard Dederl möchte im nördlichen Bereich des Baugebiets Kirchenlaibach Nord-West drei Reihenhäuser mit sechs Wohneinheiten in E+1-Bauweise errichten. Der Bauausschuss begrüßt das Vorhaben. Doch die Sache hat einen Haken.

Speichersdorf. Das landwirtschaftlich genutzte Grundstück des Speichersdorfers ist bereits als Baufläche im Bebauungsplan ausgewiesen. Auf dem Areal steht an einem asphaltierten Flurbereinigungsweg eine Feldscheune, die im Falle des Neubaus versetzt werden soll. "Die Gemeinde kann dieses Bauvorhaben zur Schaffung von neuem Wohnraum nur begrüßen. Aber wir müssen die Erschließung lösen und im Gemeindehaushalt schultern", erläuterte Bürgermeister Manfred Porsch.

Grunderwerb nötig


Kanal und Wasser könnten durch die Verlängerung der Leitungen vom Hopfengarten aus angeschlossen werden. Die Räte gaben jedoch zu bedenken, dass erneuter Grunderwerb für die Trassenführung und für die Straße notwendig wäre. Die beabsichtigte Bebauung mit sechs Wohneinheiten in Doppelstockbauweise ist nach Rücksprache von Bauamtsleiter Thomas Schneider mit dem Kreisbauamt zulässig. Das Vorhaben bedarf keiner Bebauungsplanänderung und könnte voraussichtlich im Freistellungsverfahren genehmigungsfrei sein. Die Zufahrt könnte über den nördlichen Flurbereinigungsweg und den derzeit noch unbefestigten Gemeindeweg in Richtung des bereits erschlossenen Baugebiets gewährleistet werden.

Sorgenfalten bereiten aber die Erschließungskosten und der notwendige Grunderwerb, zumal es laut dem Gemeindeoberhaupt noch keine Nachfrage nach weiteren Bauplätzen gibt. Zudem sind noch vier Bauparzellen im Bereich Hopfengarten vorrätig. "Es gibt noch deutlichen Verhandlungsbedarf, sowohl mit dem Antragsteller als auch mit den anrainenden Grundstücksbesitzern", fasste Porsch die Meinung des Ausschusses zusammen.

Nach Süden verschieben


Ein Vorschlag war, dass der Bauherr die Bebauung weiter nach Süden verschieben könnte. Die Reihenhäuser könnten auf seinem Grundstück, das direkt an die vorhandenen Erschließungsanlagen angrenzt, verwirklicht werden. Eine Entscheidung wird nach Klärung zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.

Der Stammtisch "Schmidti" hat beantragt, die von der Weidener Straße abzweigende Scheunenstraße als Ortsstraße einzustufen und in das kommunale Wegebestandsverzeichnis aufzunehmen. Dadurch könne eine Hausnummernvergabe erfolgen und das Gebäude des Stammtisches auch von Rettungsdiensten gefunden werden. Dem Gesuch gab das Gremium statt. Die bereits vergebenen Hausnummern der Anwesen Weidener Straße 5, 7 und 9 bleiben unverändert erhalten.

Annke Gräbner (SPD) wies auf die vielen Kleinkinder in Ramlesreuth hin. Sie gab den Wunsch der Eltern weiter, den Spielplatz vom Ortsrand in die -mitte zu verlegen. Die Gemeinde wird den Vorschlag wohlwollend prüfen.

Keine Einwände gegen Halle, Wohnhaus und andere DachfarbeVolker Lehner aus Speichersdorf plant, auf einer Teilfläche der Flurnummer 282/81 im Bereich der Danziger Straße nach Norden Richtung Bahnlinie hin eine Stahlhalle zu errichten. Dem zehn mal sieben Meter großen Gebäude mit zwei Toren stimmte der Ausschuss zu.

An Bedingungen knüpfte das Gremium sein Ja zur Doppelgarage von Heinrich Zybicka auf dem Grundstück Flurnummer 74/2 in Nairitz. Laut Bauverwaltung wäre das Vorhaben genehmigungsfrei, wenn der vorgeschriebene Stellplatzabstand zur öffentlichen Verkehrsfläche von drei Metern nicht unterschritten würde. Die Garage muss nun mit einem motorbetriebenen und fernbedienbaren Tor versehen werden. Auch dürfen davor keine Fahrzeuge abgestellt werden.

Eva und Johannes Bayer aus Speichersdorf wollen in der Martin-Luther-Straße 5 ein Wohnhaus mit Doppelgarage errichten. Der Bauausschuss gab grünes Licht für eine Befreiung von den Bebauungsvorschriften. Das Gebäude erhält anstatt eines Sattel- ein Flachdach.

Olga Leimann beantragt für das bereits genehmigte Wohnhaus im Baugebiet Kirchenlaibach Süd-West hinsichtlich der Dachfarbe eine Ergänzung der Befreiung von den Bebauungsvorschriften. Anstelle eines roten soll ein anthrazitfarbenes Dach gedeckt werden. Die Räte hatte keine Einwände.

Bürgermeister Manfred Porsch informierte, dass der Wohnhausneubau der Familie Martina und Martin Heier aus Pegnitz in der Pointstraße 15 die Bauvorschriften einhält und deshalb im Freistellungsverfahren behandelt wurde. (ak)
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