Bayern baut Hotspots deutlich aus
Immer öfter gratis surfen

Das freie WLAN wird in Bayern deutlich ausgebaut. Archivbild: dpa
Politik BY
Bayern
24.06.2016
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An der Walhalla in Donaustauf oder an der Schiffsanlegestelle am Tegernsee kostenlos im Internet surfen, aber auch an Hochschulen und auf Marktplätzen: Der Freistaat will sein "Bayern-WLAN" schneller ausbauen als geplant.

München. Heimatminister Markus Söder will die ursprünglich geplante Zahl an kostenlosen WLAN-Zugangsstellen in ganz Bayern bis zum Jahr 2020 auf 20 000 verdoppeln. Die seit vergangenem Herbst laufende Pilotphase zum "Bayern-Wlan" habe gezeigt, dass der "Bedarf riesig und das Interesse groß" sei, sagte Söder in München. Zu den ohnehin vorgesehenen 8000 Hotspots in allen bayerischen Kommunen und weiteren 2000 an staatlichen Behörden sollen nun auch die 8000 mobilen Internet-Zugangsstellen an den bayerischen Hochschulen ins "Bayern-WLAN" integriert werden.

Nach den Plänen Söders kommen dazu zusätzlich je 1000 Hotspots an staatlichen und kommunalen Tourismus-Schwerpunkten wie der Walhalla oder dem Hofbräuhaus. Ziel sei es, hoch frequentierte Sehenswürdigkeiten und öffentliche Freizeitangebote wie die Landungsstege und Boote der Seenschifffahrt ans "Bayern-WLAN" anzuschließen. Außerdem will Söder Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs einbeziehen, und zwar nicht nur in den Großstädten, sondern auch auf dem Land. "Freies WLAN darf nicht nur etwas für die Großstädte sein", betonte er.

15 Millionen Euro


Die Kosten für Planung und Einrichtung der Hotspots übernimmt der Freistaat. Söder schätzt den Finanzbedarf dafür bis 2020 auf rund 15 Millionen Euro. Die Kosten für den laufenden Betrieb der Netze, in denen in einem Radius von bis zu 300 Meter um den Sender freier Zugang zum Internet möglich sein soll, bezifferte der Minister auf etwa 30 Euro pro Monat und Kommune. Wlan-Hotspots in allen Gemeinden Bayerns böten vor allem den Menschen im ländlichen Raum eine "völlig neue Form" des mobilen Internet-Zugangs.

Kostenlos und geschützt


Das "Bayern-WLAN" ist nach Söders Angaben kostenlos und ohne Zugangsschranken wie Passwörter oder Registrierung. Der Jugendschutz ist durch einen Filter gewährleistet. Einmal eingeloggte Mobiltelefone oder Tablets wählen sich bei einem Standortwechsel automatisch in die vorhandene Zelle ein. "Wir zünden damit die nächste Stufe der Rakete zur Digitalisierung Bayerns", sagte Söder.
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