Bistum weist Bericht über Missbrauchsvorwurf zurück
Sauber aufarbeiten

Politik BY
Bayern
29.03.2016
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Würzburg. Das Bistum Würzburg hat eine "Spiegel"-Veröffentlichung zurückgewiesen, wonach die Diözese einen des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Geistlichen geschützt hat. "Der Diözese Würzburg ging es von Anfang an um eine saubere und minuziöse Aufarbeitung", sagte ein Bistumssprecher. Am Sonntag veröffentlichte das Bistum auf seiner Internetseite eine ausführliche Stellungnahme.

Darin wird bestätigt, dass es nach dem Missbrauchsvorwurf gegen einen hochrangigen Würzburger Geistlichen innerkirchliche Ermittlungen gab. Sie seien auf Anweisung der vatikanischen Glaubenskongregation im Dezember 2015 eingestellt worden. Zuvor war eine kirchenrechtliche Voruntersuchung beim Offizial der Erzdiözese München und Freising, Lorenz Wolf, zum Ergebnis gekommen, dass der Vorwurf gegen den Beschuldigten aus Mangel an Beweisen "begründet nicht aufrechterhalten werden kann".

Die Diözese reagierte mit ihrer Stellungnahme auf einen Bericht des Magazins "Der Spiegel", das nach eigener Darstellung Akten des kirchlichen Ermittlungsverfahrens im Umfang von 1 300 Seiten ausgewertet hat. Der Bericht hält der Kirche vor, den Beschuldigten geschützt, ihm Verfahrensvorteile verschafft und nicht sauber ermittelt zu haben. Die Diözese weist diese Vorwürfe zurück.

Der Beschuldigte, der früher selbst Ansprechpartner des Bistums für Missbrauchsfälle war, bestreitet den Tatvorwurf bis heute. Bischof Friedhelm Hofmann vertraue darauf, dass dieser ihm die Wahrheit gesagt habe.
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