Bundesamt kommt mit Entscheidungen nicht hinterher - Seehofer rüffelt Söder
Mehr Asylanträge auf Halde

Politik BY
Bayern
09.07.2015
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Der Stapel der nicht erledigten Asylanträge im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird größer. Nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) waren Ende Juni 237 000 Asylverfahren noch nicht abgeschlossen. Zum Vergleich: Ende März lag die Zahl der nicht erledigten Asylanträge nach den offiziellen Zahlen des Bundesamtes noch bei 199 800. Die Bundesregierung hat das Personal der Nürnberger Behörde bereits aufgestockt, nächstes Jahr soll es noch einmal 1000 zusätzliche Stellen geben. Die CSU pocht in Berlin auf größere finanzielle Hilfe des Bundes, eine Reduzierung der Asylbewerberzahlen aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten und eine Senkung der "Anreize" für Asylbewerber aus diesen Ländern. Ministerpräsident Horst Seehofer reagierte allerdings verschnupft, dass Finanzminister Markus Söder (CSU) öffentlich eine Streichung des Taschengelds für Asylbewerber aus Südosteuropa fordert. "Das ist wieder so ein Punkt, wo es mehr um die Erinnerung an das eigene Dasein geht als um das Fortbringen der Sache", mäkelte Seehofer, ohne Söder namentlich zu nennen. Deutschland und Albanien wollen unterdessen in der Flüchtlingspolitik enger zusammenarbeiten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Mittwoch nach einem Gespräch mit Albaniens Ministerpräsidenten Edi Rama: "Wir sind uns einig, dass Albanien kein Land ist, aus dem Asylanträge anerkannt werden."
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