CO2-Ausstoß im Flugverkehr trübt bayerische Umweltbilanz
Dreckschleuder Flughafen

Politik BY
Bayern
27.01.2016
76
0

München. Die Treibhausgasemissionen in Bayern sind nach wie vor zu hoch, um die international vereinbarten Klimaziele zu erreichen. Das geht aus dem noch nicht veröffentlichten neuen Umweltbericht der Staatsregierung hervor. Der Kohlendioxid-Ausstoß in Höhe von 6,2 Tonnen pro Kopf im Jahr könne sich im Vergleich der Industrieländer zwar sehen lassen, sei aber "im globalen Maßstab nicht nachhaltig", heißt es in dem Papier. Eine Hauptursache dafür sind mittlerweile die steigenden Emissionen im bayerischen Güter- und im Luftverkehr. Nach den Forderungen des Weltklimarats dürfte jeder Mensch im Jahr 2050 nur noch 1,5 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr produzieren, um die Erderwärmung auf die erhofften zwei Grad zu begrenzen. Doch der CO2-Ausstoß von Flugzeugen hat sich im Vergleich zu 1990 sogar verdreifacht - mutmaßlich maßgeblich bedingt durch das Wachstum des 1992 eröffneten Münchener Flughafens. Im Straßenverkehr werden laut Bericht jährlich 26 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft gepustet. Der SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn forderte deswegen einen Verzicht auf den umstrittenen Bau der dritten Startbahn und mehr Investitionen in die umweltfreundliche Eisenbahn. Er wirft Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zudem Stillstand bei der Planung der Zulaufstrecken für den österreichisch-italienischen Brenner-Basistunnel vor. Laut Umweltbericht sind die bayerischen CO2-Emissionen insgesamt niedriger als 1990 - 2012 waren es 78, 1990 dagegen noch 84,5 Millionen Tonnen. Das liegt demnach vor allem an der steigenden Energieeffizienz und alternativen Energien.

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.