CSU-Ortsverband zieht Bilanz und ehrt verdiente Mitglieder
„Nerv der Bürger getroffen“

Ortsvorsitzender Franc Dierl, Kreischefin Christa Reinert-Heinz (hinten von rechts) und Bezirksrat Stefan Specht (links) dankten Günther Vogel, Manfred Etterer, Wolfgang Heindl und Alfons Nickl (von rechts) mit Urkunden für Treue und Engagement. Bild: hia
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Bayern
18.04.2016
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Die Mitgliederzahl hält sich stabil bei 70 Personen. Unter ihnen kann der CSU-Ortsverband auf engagierte Mandatsträger und treue Mitglieder zählen. Neben Ehrungen zog die stärkste politische Kraft in der Großgemeinde in der Jahreshauptversammlung zufrieden Bilanz.

Speichersdorf. 20 Jahre gehört der Haidenaaber Norbert Veigl dem Gemeinderat an. Zu den politischen Urgesteinen zählt auch Ehrenvorsitzender Günther Vogel. 45 Jahre ist er dabei, davon 32 Jahre im Gemeinderat (seit 1984) und 30 Jahre Kreisrat (1984 bis 2014). Alfons Nickl trat dem Ortsverband vor 40 Jahren bei, Manfred Etterer und Wolfgang Heindl vor 35 Jahren. Sie erhielten von stellvertretender Kreisvorsitzender Christa Reinert-Heinz, Bezirksrat und Fraktionsvorsitzendem im Bayreuther Stadtrat Dr. Stefan Specht sowie Ortsvorsitzendem Franc Dierl Ehrenurkunden.

Sieben Delegierte


In einer besonderen Delegiertenkonferenz der Kreisverbände Stadt und Land Bayreuth sowie Forchheim wird am 30. Juni der Bundestagskandidat gewählt. Der Ortsverband entsendet dorthin Franc Dierl, Bernhard Krannich, Simone Walter, Thomas Bauer, Axel Burger, Matthias Busch und Günther Vogel.

Besonderer Dank galt Schatzmeister Bernhard Krannich. Die Beitragsweiterleitung an Kreis, Bezirk und Land beschneide die finanziellen Möglichkeiten erheblich, so seine Bilanz. "Keine Unstimmigkeiten" hatte Rechnungsprüfer Georg Herath entdeckt. Florian Walter kümmert sich um die Facebook-Seite, Axel Burger um die Homepage. In monatlichen Bürgerstammtischen und Vorstandssitzungen wurden kommunalpolitische Themen diskutiert. Der Ortsverband besuchte das Starkbierfest der Speichersdorfer Musikanten, die Christbaumversteigerung Plössen und Ehrenbürger Georg Herath zum 90. Geburtstag. Eine Weinfahrt führte nach Volkach. Leckerbissen boten die Christsozialen beim Kirchenlaibacher Adventsmarkt an. Eine große Stütze ist die Frauen-Union. Mit ihr fuhren die Mitglieder zum Weihnachtsmarkt im Schloss Tittling. Beim Scheunenfest, unterstützt von den Speichersdorfer Musikanten, erhielten die Windischenlaibacher Hutza-Weiber den Bürgerpreis des CSU-Kreisverbandes. Darüber wurde eigens ein Film produziert. "Hier haben wir den Nerv der Bevölkerung getroffen. Sie haben sich geehrt gefühlt", meinte der Ortsvorsitzende.

Konzepte, um nicht immer wie ein "aufgeschreckter Hühnerhaufen zu reagieren"Im Gemeinderat, Finanz-, Bau- und Rechnungsprüfungsausschuss setzte die CSU Maßstäbe, "selbst wenn man einen langen Atem braucht", meinte Ortsvorsitzender Franc Dierl. Exemplarisch nannte er die von Günther Moller schon vor 20 Jahren und von der CSU wiederholt geforderte Einfädelspur zur B 22, die jetzt komme. Kompliment zollte Dierl den Bürgern in der Flüchtlingsfrage. Sie leisteten seit Jahren Integrationsarbeit.

Jedem Spekulationsobjekt auswärtiger Investoren, in denen Flüchtlinge zusammengepfercht werden sollen, erteile er eine klare Absage. Gegen Investoren von außen habe sich die CSU auch bei dem Photovoltaik-Projekt Richtung Brüderes ausgesprochen. "Wir lassen uns nicht unser Naherholungsgebiet verbauen, nur weil wieder einer mit einem dicken Geldbeutel kommt."

Für das mittel- und langfristige kommunalpolitische Handeln forderte Dierl Konzepte ein. "Wir dürfen nicht immer nur wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen reagieren, wenn ein Problem auftaucht." Das Inkas-Nahwärmekonzept sei eine kostspielige Luftnummer zulasten der Steuerzahler gewesen. Die jetzige kleine Lösung mit Schule, Sportarena und Rathaus habe nichts mit einem Nahwärmekonzept zu tun. Hier werden kommunale Gebäude mit einer Bioheizanlage versorgt.

Ein Kostenvergleich sei von der CSU-Fraktion auch bei der Kläranlagensanierung eingefordert worden. "Erst jetzt können wir sagen, dass sich ein Anschluss nach Kemnath nicht rechnet." Im Zentrum reiche es auch nicht, nur die Festhalle zu sanieren. Das ganze Areal mit Eisplatz, Sportarena, Parkplätzen, Tennisplatz, Freiflächen und Schule müsse als Einheit gesehen werden.

Im Mittelschulverband mit Kemnath dürften nicht noch weitere Kompetenzen abgegeben werden, warnte der Redner. "Nur noch Grundschulstandort zu sein, kann es nicht sein!" Das ortsbildprägende Bahnhofsareal dürfe den Bürgern nicht egal sein. Wenn ein Investor das Gebäude kaufe, gebe es keine Möglichkeiten mehr, Einfluss zu nehmen. Um der negativen Einwohnerentwicklung entgegenzuwirken, seien die Ortsteile attraktiv zu gestalten. Bei den Finanzen müsse die Null-Verschuldung Ziel sein, forderte Dierl. Vorausschauendes Planen sei etwa auch bei der Nahversorgung, Außendarstellung, bei Sanierungen und Leerstandsnutzung und Lückenschlüsse das Gebot der Stunde. Überfällig seien die lange beantragten Urnenwände auf den Friedhöfen. (hia)
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