Den Lärm dämmen

Die Waldershofer Ortsumgehung soll südlich von Leutendorf verlaufen. Dabei überquert die Gemeindeverbindungsstraße aus Richtung Leutendorf die Umgehung (unten, Mitte, grün eingefärbt). Früher war eine höhengleiche Kreuzung geplant.
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Bayern
18.03.2016
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Der geänderte Plan für die Waldershofer Ortsumgehung beschäftigte auch den Marktredwitzer Stadtrat. Denn es gibt Sorgen und Bedenken aus Leutendorf.

Marktredwitz/Waldershof. Im Jahr 2000 habe es angefangen mit den ersten Überlegungen, erinnerte Tiefbauamtsleiter Oskar Steinbrecher in der Sitzung des Marktredwitzer Stadtrats am Dienstagabend. Er stellte die jüngste Veränderung des Plans für die Umgehung vor, die südlich des Marktredwitzer Ortsteils Leutendorf verlaufen soll, in einem Abstand von wenigen Hundert Metern. Neu ist die Gestaltung des Knotenpunkts, wo die Gemeindeverbindungsstraße Leutendorf die Umgehung nach aktuellem Stand überqueren soll. Früher war eine höhengleiche Kreuzung geplant. Nördlich der Umgehung, der Staatsstraße 2177, soll dann in östlicher Richtung ein Wirtschaftsweg verlaufen.

Weit unter Höchstgrenze


In der jüngsten Bürgerversammlung hatten sich einige Leutendorfer Bewohner besorgt gezeigt wegen des zu erwartenden künftigen Geräuschpegels von der Umgehungsstraße her. Wie Steinbrecher in der Stadtratssitzung nochmals wiederholte, werde der Lärmpegel laut Berechnungen weit unter der Höchstgrenze liegen. Trotzdem besteht die Stadt Marktredwitz nun in ihrer Stellungnahme im Zuge des Planfeststellungsverfahrens auf einem zusätzlichen Wall, um für eine noch bessere Abschirmung in Richtung Leutendorf zu sorgen.

"Für die Belange des Lärmschutzes ist eine Optimierung vorzusehen", heißt es in der Stellungnahme. Dabei sei die Höhenlage des Wirtschaftsweges auf der Nordseite der Umgehungsstraße anzuheben, um die Schutzwirkung gegen Lärm für die Bebauung in Leutendorf zu verbessern. Die "Anhebung" soll mit einem Damm geschehen, der bis zu einer Höhe von 6,20 Meter aufgeschüttet werden soll. Auch die Gemeindeverbindungsstraße soll auf einem sechs Meter hohen Damm verlaufen; sie muss schließlich ohnehin die Ortsumgehung überqueren. Eine Bepflanzung soll zusätzlich den Lärmschutz, aber auch die Optik verbessern.

Außerdem fordert die Stadt Marktredwitz, dass der geplante Wirtschaftsweg auf der Nordseite der Umgehung in östlicher Richtung auch als Fuß- und Radweg genutzt werden kann. Andererseits solle der geplante Geh- und Radweg in westlicher Richtung auch als Wirtschaftsweg dienen. Wegen des Wegfalls der Verbindung nach Rodenzenreuth solle auch eine Nutzung für Anlieger mit Auto möglich sein. Die Tekturpläne lagen im Bauhof in der Böttgerstraße aus. Viele Bürger hätten sich dafür interessiert, sagte Steinbrecher. Bürger, die eine Stellungnahme abgeben wollen, müssten sie bis zum 24. März bei der Regierung der Oberpfalz einreichen, erinnerte er.
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