Deutschlandkongresse
CDU und CSU suchen Einheit

Politik BY
Bayern
26.09.2016
7
0

Würzburg. CDU und CSU haben sich auf ihrem ersten von sechs "Deutschlandkongressen" demonstrativ um Einigkeit bemüht, ihre Differenzen jedoch nicht beilegen können. Die Vertreter der Parteien waren sich am Samstag in Würzburg einig, dass zeitnah eine Lösung im Streit um die Flüchtlingspolitik gefunden werden müsse. Auch schade es, um "Schlagworte" zu streiten. "Glaubt irgendjemand, dass wir die Chance haben, Deutschland in die richtige Richtung zu entwickeln, wenn wir uns zerlegen?", fragte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Die Präsidentin des bayerischen Landtags, Barbara Stamm (CSU), sagte, sie sei "zuversichtlich", dass die Vorsitzenden beider Parteien aufeinander zugehen würden. Stamm und Bouffier leiteten den Kongress mit dem Titel "Zusammenhalt der Gesellschaft". Insbesondere bei Vertretern aus der zweiten Reihe wurde deutlich, dass die Parteien in der strittigen Frage einer Obergrenze für Flüchtlinge nach wie vor auseinander liegen. Es sei "nicht vorstellbar", bei politisch verfolgten Flüchtlingen eine Obergrenze einzuführen, sagte Karl-Josef Laumann (CDU), Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft. Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) beharrte darauf, das Dublin-System müsse wieder in Kraft gesetzt werden.

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.