Diakonieverein darf für Seniorenbetreuung Räume der Mittelschule nutzen
Tagespflege statt Unterricht

Der leere Flügel im Erdgeschoss der Mittelschule soll die ambulante Tagespflege des Diakonievereins Speichersdorf aufnehmen. Bild: ak
Politik BY
Bayern
29.07.2016
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Die Seniorenbetreuung in der Gemeinde Speichersdorf wird weiter ausgebaut. Der Diakonieverein nimmt sich dieser immer wichtiger werdenden Aufgabe in größerem Maße an. Die Kommune unterstützt ihn künftig mit großzügigen Räumen.

Speichersdorf. Dem Gemeinderat lag der Antrag des Diakonievereins Speichersdorf zur Nutzung kommunaler Räume zum Aufbau einer ambulanten Tagespflege vor. Dazu sollen ehemalige Klassenräume im leerstehenden Flügel im Erdgeschoss der Mittelschule umgenutzt werden. Nach der Meinung des Diakonievereins sind diese Räumlichkeiten aufgrund ihrer Dimensionierung sowie der zentralen und ebenerdigen Lage ideal dafür geeignet.

Zwei Jahre alte Idee


"Der Wunsch, eine Tageseinrichtung für ambulante Tagespflege einzurichten, ist rund zwei Jahre alt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich dazu positiv geändert. Der Kreis der betagten und pflegebedürftigen Senioren wächst, die ihren Lebensabend zu Hause verbringen wollen", berichtete Bürgermeister Manfred Porsch. Initiatorin Maria Reiß, Pfarrer Dirk Grafe und das Diakonieteam hätten sich von Beginn an dafür eingesetzt. Vor rund zwei Monaten kam es zur Aussprache mit Besichtigung der leerstehenden Räume. Dabei hatten die Initiatoren das Konzept der ambulanten Tagespflegestation vorgestellt. An den Beispielen von Hersbruck, Lauf oder Pegnitz zeigten sie die Chancen und Vorteile der Station auf, die eine Betreuung während der Tageszeit ermöglicht. Zum Angebot gehören neben der Pflege vor allem Freizeitangebote, Essen und Betreuung.

Der leerstehende Gebäudeteil kann barrierefrei ebenerdig erreicht werden und liegt zentral an der Hauptstraße. Dazu gibt es einen kleinen vorgelagerten Park mit Rasenflächen, Bäumen und Brunnen. Für die Tagespflegestation sind Umbaumaßnahmen, die der Genehmigung bedürfen, und ein entsprechendes Raumprogramm notwendig.

Bis zu 15 Plätze


Rudi Kirchberger (UWG) war begeistert von der Idee und dem Ort. Ein Aufzug in das Obergeschoss wäre auch für die Barrierefreiheit bei der anstehenden Sanierung der Festhalle sinnvoll. Auf die Frage von Annke Gräbner (SPD) zur Anzahl der Pflegeplätze meinte Porsch, dass man wahrscheinlich mit 6 bis 15 Plätzen beginnen werde. Tagesgenaue Buchungen seien notwendig. Roland Steininger (UBV) gab zu bedenken, dass bei Umbaumaßnahmen auch an die Toilettenanlagen im Erdgeschoss gedacht werden muss. Christian Porsch (UBV) erinnerte, dass die Gemeinde mit dem zentral gelegenen Seniorenheim einen richtigen Schritt gemacht habe und eine Umnutzung dieses Gebäudeteils zu einem Mehrgenerationenhaus denkbar sei. Dritter. Bürgermeister Rudi Heier war zuversichtlich, dass die neue Einrichtung ausgelastet sein wird und die Diakonie unterstützt werden muss.

Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben und der Umnutzung des leerstehenden Schulgebäudetraktes zu. Umbauten sind mit der Gemeinde abzustimmen.
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