Direktoren halten "Mittelstufe Plus" an Gymnasien für gescheitert
Untauglicher Versuch

Politik BY
Bayern
16.03.2016
28
0

München. Die Direktorenvereinigung der bayerischen Gymnasien rechnet in drastischer Form mit der "Mittelstufe Plus" ab - und lehnt eine dauerhafte und flächendeckende Einführung strikt ab. Stattdessen fordert der Landesvorstand der Direktorenvereinigung (BayDV) die Politik auf, sich jetzt eindeutig entweder für ein achtjähriges oder für ein neunjähriges Gymnasium zu entscheiden. In einem Rundbrief schreibt der Vorsitzende Karl-Heinz Bruckner an alle Mitglieder, die "Mittelstufe Plus" tauge "nicht als Modell für die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler, es sei denn, man würde die Schulen mit erheblich mehr Lehrerstunden ausstatten". Die Mittelstufe Plus wurde von der CSU-Staatsregierung eingeführt, um den Dauerstreit um eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium zu befrieden. Das Modell wird derzeit an 47 Pilotschulen erprobt. Der Druck auf die CSU ist schon jetzt enorm: An den Pilotschulen entschieden sich im Schnitt rund 60 Prozent der Gymnasiasten für die längere Variante. Unter anderem nehme die Mittelstufe Plus dem bayerischen Gymnasium die inhaltliche Vielfalt, so die Direktoren.

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.