Eike Hallitzky mit 90,7 Prozent als Landesvorsitzender bestätigt
Grüner Mut

Grünen-Landesvorsitzender Eike Hallitzky. Bild: dpa
Politik BY
Bayern
17.10.2016
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Optimismus und Mut statt Angst und Ressentiments schüren: Mit einer klaren Abgrenzung zur CSU wollen Bayerns Grüne bei der Bundestagswahl 2017 und der Landtagswahl 2018 punkten. Der alte Landeschef ist auch der neue, will aber auf keinen Fall als Spitzenkandidat antreten.

Schweinfurt. Die bayerischen Grünen wollen in den anstehenden Wahljahren offensiv für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus und Ausgrenzung kämpfen. Die Grünen seien der positive Gegenentwurf zu einer verängstigten und Angst schürenden CSU, sagte Grünen-Landeschef Eike Hallitzky am Sonntag auf einem Landesparteitag in Schweinfurt. Der 57-Jährige wurde auf dem Parteitag für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Er erhielt 90,7 Prozent der Stimmen - ein für Grünen-Verhältnisse sehr gutes Ergebnis. Vor zwei Jahren war er in einer Kampfabstimmung erstmals an die Parteispitze gewählt worden. Hallitzky schloss aber eine eigene Kandidatur für Landtag oder Bundestag aus. "Ich werde nicht kandidieren." Wer die Grünen in die Landtagswahl führen wird, könnte in einer Urwahl bestimmt werden - dafür ebnete der Parteitag mit einer Satzungsänderung den Weg.

Hallitzky gab als Ziel aus, bei der Landtagswahl 2018 die absolute Mehrheit der CSU zu brechen und die CSU möglichst sogar in die Opposition zu schicken - auch wenn er offen ließ, wie dies angesichts des Erstarkens der AfD gelingen soll. "Wir sollten nicht über ungelegte Eier in zwei Jahren reden." Eine schwarz-grüne Koalition schloss er aus derzeitiger Sicht klar aus. "Wenn ich heute zu entscheiden hätte, dann geht das sicher nicht mit dieser CSU."

Inhaltlich punkten


Punkten wollen die Grünen vor allem mit ihren Inhalten und Positionen. "Die Grünen sind eine inhaltliche Partei", betonte Hallitzky. "Wir wollen unsere zentralen Punkte durchsetzen, weil sie besser sind für unser Bayern, weil sie den Menschen in Bayern nutzen." Dafür wollten die Grünen gewählt werden. Als Beispiel nannte er das Eintreten gegen Rassismus und Ausgrenzung und für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
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