Ergebnis von 47,5 Prozent
CSU nach Umfrage beruhigt

Politik BY
Bayern
15.06.2016
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München. Vor einer Woche hatte eine 40-Prozent-Umfrage die CSU aufgeschreckt und verärgert, jetzt ist die Partei wieder besänftigt: Nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des Magazins "Cicero" könnte die CSU derzeit bei einer Landtagswahl mit 47,5 Prozent der Stimmen rechnen - und damit ihre absolute Mehrheit verteidigen. Die SPD kommt in der neuen Umfrage, die das Magazin am Dienstag veröffentlichte, auf 17,5 Prozent. Die Grünen landen bei 11,5 Prozent, die AfD liegt bei 7 Prozent. Dagegen würden die Freien Wähler mit 4,5 Prozent den Einzug in den Landtag verpassen, ebenso wie FDP und Linke (jeweils 3,5 Prozent). Insa hatte zwischen dem 17. Mai und dem 8. Juni in einer repräsentativen Telefonbefragung 1698 Wahlberechtigte im Freistaat befragt.

Damit liegt der CSU-Umfragewert im gleichen Bereich wie bei einer Reihe von Sat1-Umfragen in den vergangenen Monaten. In einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Forsa-Untersuchung für das Magazin "Stern" waren die Christsozialen dagegen nur auf 40 Prozent gekommen. Die CSU wehrte sich gegen diese Umfrage mit heftigen Attacken, CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte zu den Forsa-Zahlen: "Sowas überhaupt zu veröffentlichen, ist stümperhaft und unprofessionell." Umso erfreuter reagierte er am Dienstag. "Die aktuelle Umfrage zeigt: Der klare CSU-Kurs wirkt", erklärte er - und blendete die Forsa-Umfrage in seiner Bewertung nunmehr komplett aus.

Parteichef Horst Seehofer legte in seiner Kritik an Forsa-Chef Manfred Güllner nach. Es habe sich bestätigt, was er seit Jahren sage, "dass Herr Güllner Politik macht mit Zahlen. Das ist sein Bestreben", sagte der bayerische Ministerpräsident am Rande der Landtags-Plenarsitzung. Das sei aber für die CSU unerheblich.
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