Feier zum 71. Jahrestag der Befreiung in Dachau
Nachhaltig erinnern

Politik BY
Bayern
02.05.2016
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Dachau. Für eine nachhaltige Erinnerungskultur hat sich die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, ausgesprochen. Dabei gehe es "um nichts weniger als um das Selbstverständnis unseres Landes", sagte sie am Wochenende bei einer Gedenkfeier zum 71. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers (KZ) Dachau bei München. Knobloch lehnte Überlegungen ab, Hitlers Programmschrift "Mein Kampf" im Unterricht zu behandeln. Wer wissen wolle, wozu Antisemitismus führe und welchen Schaden er Deutschland und Europa zugefügt habe, solle sich "zuallererst mit den Schicksalen der Opfer beschäftigen". Deutsche Jugendliche wüssten fast nichts über die heutige lebendige jüdische Kultur und Tradition, so die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Im KZ Dachau waren mehr als 200 000 Menschen inhaftiert, die meisten von ihnen waren politische Gefangene. Unter den Häftlingen waren auch Juden, Sinti und Roma sowie Angehörige anderer verfolgter Minderheiten.

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