Gemeinde erlässt Hochstaplern für Wettkampftage die Nebenkosten für die Sportarena
Für WM keine Miete

Christian Doser und Lothar Ziegler (von links) warben im Gemeinderat um eine finanzielle Unterstützung der Sportstacking-WM vom 1. bis 3. April in der Sportarena . Bild: ak
Politik BY
Bayern
03.03.2016
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Die Vorbereitungen für die Sportstacking-WM in Speichersdorf sind längst in der heißen Phase. Die Hochstapler stellten dem Gemeinderat ihr Konzept vor und baten um Unterstützung, denn viel Geld werden sie mit der WM wohl nicht verdienen.

Speichersdorf. Nach der Kegel-WM 2015 folgt im April die nächste Weltmeisterschaft. Die Hochstapler sind vom 1. bis zum 3. April Gastgeber der Sportstacking-WM, einer nun auch vom Bayerischen Landesverband anerkannten Sportart. Um den Kraftakt zu meistern, hofft der Verein auf Unterstützung der Kommune. Lothar Ziegler und Christian Doser stellten das Konzept vor. Durch die Werbung profitiere die Gemeinde von dieser Weltveranstaltung, erklärte Bürgermeister Manfred Porsch. Der Verein habe bei mehreren Titelkämpfen Erfahrung gesammelt.

Dem Vortrag ging ein WM-Video der Hochstapler voraus, das auch auf der Homepage abrufbar und über die Gemeinde-Homepage verlinkt ist. Doser erläuterte, dass Teams von allen Kontinenten von Brasilien über Amerika, Australien bis Thailand teilnehmen werden. "Wir wollen deren Aufenthalt möglichst erfolgreich gestalten", erklärte Porsch. Es werden 600 Gäste aus aller Welt, davon rund 300 Sportler aus 20 Nationen zu Gast sein.

Die Teams sind in Bayreuth untergebracht und kommen per Bustransfer in die Sportarena. 18 der 80 für das deutsche Team nominierte Sportler gehören den Hochstaplern an. Die Bundesauswahl ist bereits ab 29. März zu Trainingszwecken vor Ort. Am 21. März beginnen die Aufbauarbeiten in der Sportarena. Am 30. März ist eine Stadtführung in Bayreuth mit den Teams geplant. Am 31. März besucht das deutsche Team die Plassenburg, um die Kameradschaft zu stärken.

"Wir verlangen keinen Eintritt, da wir den Sport bekanntmachen wollen und wünschen uns viele interessierte Zuschauer", erklärte Lothar Ziegler. Es sind rund 300 Helfer im Einsatz, die auch aus den anderen Vereinen kommen. Es werde eine große Bühne mit rund 600 Sitzplätzen für Zuschauer und Sportler eingerichtet. Besucher könnten auch die Galerie nutzen.

Die gesamten Unkosten kalkuliert der Verein mit 27 600 Euro, die Einnahmen sollen bei 22 200 Euro liegen. Der Fehlbetrag in Höhe von 5400 Euro könnte durch eine Förderung der Gemeinde in Form des Erlasses der Hallenmiete und der Nebenkosten kompensiert werden. Der aus 88 Mitgliedern und hauptsächlich aus Kindern bestehende Verein wird den Getränke- und Essensverkauf großteils selbst übernehmen und von vielen hauptsächlich kleinen Sponsoren unterstützt. Die WM-Bekleidung muss von den Sportlern selbst gestellt werden. Es werden rund 900 Medaillen und weitere Pokale benötigt.

Acht Kameras nehmen die Wettkämpfe auf. Sie können per Livestream samt Ergebnissen verfolgt werden. Ähnlich wie bei der Kegel-WM schlug das Gemeindeoberhaupt dem Gremium vor, den Hochstaplern die Miete für die Halle zu erlassen und die Nebenkosten für Strom, Wasser, Abwasser zu übernehmen. Dem schloss sich der gesamte Gemeinderat an.
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