Gemeinde Mehlmeiselwürdigt bei Neujahrempfang besondere Leistungen
Jugendliche Paradebürger

Bei den Nachnamen tat sich Bürgermeister Franz Tauber leicht: Beim Neujahrsempfang stellte er die Leitungen von Selina, Sebastian und Johannes Schinner (von links) in den Mittelpunkt. Bild: gis
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Bayern
01.02.2016
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Beim Neujahrsempfang im Haus des Gastes zeichnete die Gemeinde Bürger für Erfolg und Engagement auf sozialem, sportlichen und schulischen Gebiet aus. In dem Mittelpunkt rückte Bürgermeister Franz Tauber diesmal die Jugend.

Mehlmeisel. Am Freitag zeichnete er drei Jugendliche aus, bei denen nicht nur die Leistungen überaus beachtlich sind. Bemerkenswert ist zudem, dass alle drei den in Mehlmeisel sehr geläufigen Familiennamen Schinner tragen, ohne aber miteinander verwandt zu sein.

Selina Schinner hatte sich beim Vorlesewettbewerb der Fichtelnaabtal-Mittelschule gegen ihre Mitstreiter durchgesetzt. Als Schulsiegerin wird sie ihre Schule im Februar beim Kreisentscheid in Tirschenreuth vertreten.

Den Beruf des Tiefbaufacharbeiters erlernte Sebastian Schinner bei der Firma Markgraf. Er war einer von 447 jungen Leuten, die nach ihrer Ausbildung im Oktober in Bayreuth ihre Abschlusszeugnisse bekamen. Dabei war er einer von 31, die mit der Note eins bestanden haben. Zudem ist er der beste Absolvent Bayerns bei den Tiefbaufacharbeitern. Johannes Schinner hat seine Abschlussprüfung im dritten Ausbildungsjahr 2014/15 zum Industriemechaniker bei der Firma Schiettinger in Brand ebenfalls mit einer Eins bestanden - als Klassenbester.

Vor der Ehrung hatte Bürgermeister Franz Tauber zahlreiche Gäste willkommen geheißen, vor allem auch Eltern von Neugeborenen sowie Neubürger. Und damit diese gleich mit dem "Miameisslerischen" vertraut werden, hatte der Männerchor des Gesangvereins Edelweiß, wie Leiter Martin Wiche augenzwinkernd betonte, gleich seine Lieder mit "Ich bin hold mein Vadder sa Bou" oder "Die lustigen Hammerschmiedg'selln", auf damaliges Handwerk anspielend, gewählt.

Franz Tauber plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen der Gemeinde, "in der es sich gut leben und alt werden lässt, wo es noch mehrere Bäckereien und Metzgereien gibt". 20 Vereine, weit über 100 Veranstaltungen im Jahr, kaum Wohnungsleerstände, einen Kindergarten, der aus allen Nähten platze, und vieles mehr zählte er auf. Und bald wisse man auch, wo der "Schulweg" hingehe. (wir berichteten).

"All denen, die sagen, es sei ihnen egal, ob da oben im Wildpark ein Luchs rumrenne", nahm der Bürgermeister den Wind aus den Segeln: die Einrichtung sei ein touristischer Höhepunkt. Nicht nur Gastronomen und Geschäfte profitierten vom Wildpark. "Elf Personen aus dem Ort haben dort einen Arbeitsplatz." Planungen für einen weiteren Ausbau werden fortgesetzt.

Nach einer kurzen Vorschau dankte Franz Tauber allen, die sich in der Gemeinde mit Rat und Tat engagieren sowie allen Mitarbeitern, die 2015 nach jahrzehntelangem Dienst in den Ruhestand gingen. Neu eingestellt wurden Benjamin Tauber für den gemeindlichen Bauhof und die Kläranlage. Simone Mark für das Verkehrsbüro, Katharina Schinner für das Einwohnermeldeamt, Anja Schiedeck als neue Kämmerin, Benjamin Müller als künftiger Betriebsleiter für die Klausenlifte sowie Waldpädagogin und Projektmanagerin Marlis Nagel für das Waldinfo-Zentrum Waldhaus.

Bei einem kleinen Imbiss und einem Glas Wein im Foyer des Rathauses war dann Zeit zum Plaudern.
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