Gemeinderat medlet Strecken an
Schwerpunkte beim Kernwegenetz

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Bayern
28.07.2016
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Die Gemeinde steigt in das Bayerische Förderprogramm Kernwegenetze ein. Das Maßnahmenpaket für überörtliche und übergemeindlich wichtige Landwirtschaftswege ist zwar geschnürt, doch klare Aussagen seitens des Freistaates zu Förder- und Ausführungszeitpunkten fehlen.

Speichersdorf. Die Kommune greift das Angebot des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) zum Ausbau und staatliche Förderung des Kernwegenetzes auf. Ziel ist, Hauptverkehrsadern des landwirtschaftlichen Verkehrs den gestiegenen Anforderungen der modernen Landwirtschaft und ihrer Gerätschaften anzupassen und das öffentliche Verkehrswegenetz zu entlasten.

Bürgermeister Manfred Porsch stellte dem Gemeinderat am Montagabend das Konzept der Kommune vor. Die Regelbreite für Kernwege ist acht Meter. Davon werden 3,5 Meter asphaltiert und je zwei Bankette mit 0,75 Meter Breite angelegt. Der Rest steht für den Straßengraben samt Böschungen zur Verfügung. "Ziel des Programms ist, die freie Feldflur und den Wald überwiegend auf vorhandenen Wegetrassen besser zu erschließen."

Dabei seien die flächenmäßige Erschließung, Multifunktionalität und der interkommunale Gedanke wichtig, erklärte Porsch. Auch die Entlastung der Ortschaften vom innerörtlichen landwirtschaftlichen Verkehr durch Umfahrungsmöglichkeiten gehöre dazu. Angemeldet werden können öffentliche Feld- und Waldwege sowie Gemeindeverbindungsstraßen mit einspuriger Fahrbahn.

Zur Umsetzung des Kernwegeprogramms müssen drei Prioritäten gebildet werden. Kernwege der Priorität I sind innerhalb der nächsten zehn Jahre dringend auszubauen und treten in die praktische Umsetzungsphase ein. Bei Wegen in der Stufe II ist der Ausbau binnen zehn Jahren und in der Stufe III langfristig notwendig. Bezuschusst wird der frostsichere Ausbau mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Der Fördersatz beträgt bis zu 80 Prozent.

Porsch erläuterte die angemeldeten Kernwege. Vorgesehen sind die Strecken: Frankenberg-Oberschwarzach, Ramlesreuth-BT 20, Ramlesreuth-Holzmühle, Ramlesreuth-Lämmershof, Guttenthau-Plössen, Ramlesreuth-Plössen, Plössen zur Gemeindeverbindungsstraße Röslas-Speichersdorf, Roslas-Wirbenzer Au, Wirbenzer Au-Höflas-Neustadt/Kulm, Wirbenz-Haidenaab, Haidenaab-Beerhof, Ramlesreuth-Ramlesbruck, Flintsberg-Kirchenpingarten, Göppmannsbühl-Tauritzmühle-BT 42, Ortsumfahrung Speichersdorf-BT 42 und Windischenlaibach-Selbitz.

Inwieweit Straßen ausgebaut werden, bei denen auch eine Bahnbrücke betroffen ist und die Durchfahrtshöhe nicht ausreicht, muss noch geklärt werden. Die Gemeinde ist Baulastträger und muss den Grunderwerb abwickeln. Porsch appellierte an die Anrainer, Grundstücksstreifen entlang der angemeldeten Wege und Straßen zur Verfügung zu stellen. Das Gremium verabschiedete einstimmig das Bauprogramm und dessen Anmeldung beim ALE.
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