Gewerkschaft beklagt steigende Belastungen
„3000 Polizeibeamte mehr“

Politik BY
Bayern
14.04.2016
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München. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert angesichts der zunehmenden Belastung bayernweit 3000 Beamte mehr. Die Polizisten im Freistaat schöben derzeit mehr als zwei Millionen Überstunden vor sich her, sagte der GdP-Landesvorsitzende Peter Schall am Mittwoch in München. Die Gewerkschaft verlangt als "Handlungskonzept 2025" ferner eine 35-Stunden-Woche sowie höhere Nachtzuschläge und Sicherheitszulagen. Die Kosten bezifferte er nicht genau, sie könnten aber im dreistelligen Millionenbereich liegen. Ballungsraumzulagen etwa in München reichten nicht aus, um junge Menschen für die Polizei zu motivieren. Man sei mit der Wirtschaft im Wettstreit um die besten Köpfe. "Wir wollen ja nicht irgendjemand einstellen."

Schall räumte ein, die Lage in Bayern sei verglichen mit anderen Bundesländern gut. Allerdings blieben die Belastungen mit Flüchtlingskrise und Terrorlage hoch. "Es ist kein Ende abzusehen." Allein 2015 gab es gut 17 000 Einsätze in Flüchtlingsunterkünften, im Vorjahr waren es laut Innenministerium knapp 6400.

Derzeit gibt es in Bayern gut 41 000 Polizeibeamte. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte bereits angekündigt, sich im Doppelhaushalt 2017/18 für weitere Polizeistellen einzusetzen.
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