Gillamoos: Grüne und Freie Wähler arbeiten Wahl auf
„Ergebnis ein Schock“

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) trinkt beim politischen Frühschoppen auf dem Volksfest Gillamoos in Abensberg mit Mitgliedern der SPD ein Bier. Bild: dpa
Politik BY
Bayern
05.09.2016
30
0

Abensberg. Der AfD-Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern und der Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik haben auch die Reden der anderen Parteien auf dem Gillamoos-Volksfest in Abensberg beherrscht.

Grünen-Chefin Simone Peter kündigte nach dem Ausscheiden ihrer Partei aus dem Landtag einen noch entschiedeneren Kampf gegen die AfD an. Das Wahlergebnis sei ein Schock. Peter betonte aber: "Wir stellen uns dem Hass und der Hetze der AfD entgegen. Jetzt erst recht." SPD-Vize Olaf Scholz rief zu einer möglichst schnellen Integration bleibeberechtigter Flüchtlinge auf. "Selber arbeiten, den eigenen Lebensunterhalt verdienen ist die beste Integration", sagte er. Zur AfD oder dem Schweriner Wahlergebnis sagte er in seiner Rede nichts. Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger attackierte Merkel mit drastischen Worten - und rückte sie in die Nähe der DDR-Staatssicherheit. Die Bürger müssten wieder über die Richtung der Politik bestimmen, sagte er. Und nicht wie bei den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP ein amerikanischer Lobbyist, ein Manager oder eine Kanzlerin, "wo man den Eindruck hat, dass sie immer noch für die Stasi unterwegs ist".

Das Vertrauen der Bürger zu den Regierenden sei angesichts der Flüchtlingskrise weggebrochen, sagte der Freie-Wähler-Chef. Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern mit der AfD auf Rang zwei nannte Aiwanger einen "Hilferuf der Bevölkerung".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.