Grüne gegen Biosupermarkt im Stadtpark

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Bayern
30.08.2016
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Marktredwitz. "Das Fällen von 100 Jahre alten Bäumen für einen Biosupermarkt ist genauso pervers, als ob man Walfleisch als ökologisch wertvoll anbieten würde", melden sich die Grünen in Marktredwitz in der Stadtpark-Debatte zu Wort. Stadträtin Brigitte Artmann von den Grünen schreibt: "Ein 100 Jahre alter Baum bindet wesentlich mehr Kohlendioxid als ein nachgepflanzter Bonsai."

Etwa 30 bis 40 alte Bäume würden verschwinden, "wenn man den Plan, so wie er vorliegt, auf das Stadtparkgelände überträgt", so Artmann. "Es ist klar, dass es für das Projekt einen drei- bis vierspurigen Ausbau der Dammstraße braucht. Und auch auf dem Parkplatz, zu dem der Stadtpark umfunktioniert werden soll, werden die alten Bäume fallen." Da das Projekt aber so durchgezogen werden solle, habe Artmann dem Investor vorgeschlagen, wenigstens ein Referendum durchzuführen, um die ganze Bevölkerung von Marktredwitz darüber abstimmen zu lassen. "Was der Investor auch begrüßte. Der Stadtrat lehnte jedoch dieses Referendum in öffentlicher Sitzung ab."

Brigitte Artmann weiter: "Der Stadtpark muss zur guten Stube der Stadt werden, ganz besonders für die nahe gelegenen Seniorenwohnheime und Kindergärten. Man muss die historischen Gebäude zusammenfassen, um sie zu einer Gastronomie mit Biergarten auszubauen. Der Rasen muss ordentlich gemäht, die ungepflegten Büsche zurückgeschnitten werden, um Luft in die Sache zu bringen. Der Springbrunnen muss umgebaut werden, damit Kinder darin planschen können." Auch müssten Picknick- und Grillplätze geschaffen werden. Artmann schließt: "Jetzt braucht es ein Bürgerbegehren und ein Nein der Bevölkerung zum geplanten Kahlschlag. Die Grünen begrüßen daher die Initiative von Bettina Bayerl von der SPD."
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