Grüne wollen Ortskerne auf dem Land fördern
Gegen mehr Beton

Politik BY
Bayern
17.09.2016
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Johannesberg. Die Landtags-Grünen wollen die Nahversorgung in Ortskernen auf dem Land stärken - und große Supermärkte "auf der grünen Wiese" begrenzen. Das sagte ihr Fraktionsvorsitzender, Ludwig Hartmann, zum Abschluss der Fraktions-Herbstklausur am Freitag in Johannesberg bei Aschaffenburg. Hartmann kritisierte das "Betondenken" der anderen Parteien bei der Entwicklung des ländlichen Raumes.

"Erst kommt die Umgehungsstraße, dann das Gewerbegebiet, dann die Discounter - und dann schließen der Bäcker und der Metzger im Ort", sagte Hartmann. "Ich bin kein Freund davon, dass man den ländlichen Raum mit mehr Beton stärkt." Die Vorschläge von Freien Wählern, SPD und CSU im Landtag zielten alle in diese Richtung.

Die Grünen legten ein Positionspapier vor, in dem sie stattdessen fordern, Nahversorgung in Ortskernen zu stärken. Die Verkaufsfläche von neuen Läden außerhalb zentraler Orte müsse auf 800 Quadratmeter begrenzt werden. Zudem forderte Hartmann, dass Kommunen ihre Investitionen in den Aufbau eines Dorfladens zu 60 Prozent vom Freistaat erstattet bekommen müssten. Ziel müsse es außerdem sein, dass bis 2020 die Hälfte der Haushalte in Bayern an schnelles Glasfaser-Internet angeschlossen seien.

Seine Ablehnung einer Skischaukel am Riedberger Horn wiederholte Hartmann unmittelbar vor dem Bürgerentscheid am Sonntag. "Naturschutz ist ein übergeordnetes Interesse", sagte er.
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