Hintergrund aus dem Sozialministerium
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Politik BY
Bayern
20.07.2016
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Fast jeder zweite unbegleitete junge Flüchtling in Bayern stammte zuletzt aus Afghanistan. 17,5 Prozent der 2015 registrierten minderjährigen Flüchtlinge im Freistaat kamen aus Syrien, 10 Prozent aus Eritrea und 7,5 Prozent aus Somalia. Ende März dieses Jahres waren nach Angaben des Sozialministeriums mehr als 15 500 minderjährige Flüchtlinge in Bayern untergebracht.

Zuständig für sie sind die Jugendämter. Bei einem sogenannten Clearingverfahren stellen Fachleute zunächst fest, welche Art von Hilfe der jeweilige Jugendliche braucht und wo er untergebracht werden kann. Das kann ein Heim, eine Wohngruppe oder Pflegefamilie sein.

Noch 2012 und 2013 hatten nur wenige hundert minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung im Freistaat Schutz gesucht. Dann stieg die Zahl stark an. Seit vergangenem Herbst werden sie wie erwachsene Asylbewerber nach einem festgelegten Schüssel auf die Bundesländer verteilt.

Zur Einordnung: 96 000 Kinder - das ist etwa ein Viertel aller Kinder, die 2015 in Europa um Asyl suchten - waren laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) unbegleitet. (dpa)
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