Joachim Gauck besucht Militärbeobachter
Worte statt Waffen

Bundespräsident Joachim Gauck (Dritter von links) stellt sich bei Maierhöfen zum Abschluss seines Besuchs der internationalen Militärübung 4-Peace Central Europe mit UN-Soldaten zum Gruppenbild auf. Bild: dpa
Politik BY
Bayern
05.07.2016
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Joachim Gauck ist selbst ein Mann des Wortes. Beim Besuch eines Bundeswehrlehrgangs lobte der Bundespräsident die Militärbeobachter als Friedensstifter, die mit Dialog statt mit Drohnen Gefechte führen.

Isny/Maierhöfen. Bei einer Übung für Militärbeobachter hat Bundespräsident Joachim Gauck deren "friedensstiftende" Bedeutung betont. "Sie wissen, dass ich seit Längerem für eine stärkere Verantwortung Deutschlands weltweit werbe", sagte Gauck am Montag bei einem Besuch eines Bundeswehrlehrgangs im Landkreis Ravensburg und im benachbarten bayrischen Maierhöfen. Die Ausbildung von künftigen Militärbeobachtern der Vereinten Nationen sei Teil davon.

"Ich habe hohen Respekt vor der Entscheidung der Menschen, die sich ohne Waffen zwischen verfeindete Fronten stellen und versuchen, mit Argumenten zu überzeugen und diese Aufgabe ohne Bedrohung zu erledigen", sagte Gauck. "Es sieht aus wie eine Beobachtung, tatsächlich ist die Aktivität aber friedensstiftend."

Bei dem Lehrgang trainieren rund 90 Soldaten aus mehr als 30 Nationen nachgestellte Szenarien aus bisherigen Einsätzen. Das Übungsgelände erstreckt sich auf baden-württembergischer und bayrischer Seite über das Westallgäu und den östlichen Bodensee sowie über Teile Österreichs und der Schweiz. Organisiert wird das Training, das Teil einer mehrwöchigen Ausbildung ist, vom Vereinte Nationen Ausbildungszentrum der Bundeswehr im bayrischen Hammelburg. Es gehe darum, Konfliktsituationen zu deeskalieren und mit Worten statt Waffen zu lösen, sagte der Sprecher des Zentrums, Martin Baumeister.

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