Jugendstätte, moderner, größer und barrierefrei
Jugendbeauftragter Christian Porsch stellt Gemeinderat Pläne für altes Schulhaus vor

Uns steht mit der Aufnahme von bis zu 24 unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen eine große Herausforderung ins Haus. Aber gemeinsam schaffen wir das.
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Bayern
22.12.2015
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Mit unterschiedlichsten Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche bereicherten die Vereine das Jahresgeschehen. Sie setzen 2016 aber nicht nur das Engagement für den Nachwuchs fort, sondern stellen sich mit der Flüchtlingsproblematik einer großen gesellschaftspolitischen Aufgabe.

Speichersdorf. Jugendbeauftragter Christian Porsch gab in der Weihnachtssitzung des Gemeinderates einen Aus- und Rückblick auf die Jugendarbeit in der Kommune. "Uns steht mit der Aufnahme von bis zu 24 unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen eine große Herausforderung ins Haus. Aber gemeinsam schaffen wir das", war Porsch überzeugt. Er bat die Gemeinde und alle Vereine, ihre Angebote auch für die Flüchtlinge zu öffnen. Bisher registrierte er durchwegs positive Rückmeldungen, es müssten aber alle künftigen Aktionen koordiniert werden.

Kreistag dafür


Der Redner berichtete, dass der Kreisjugendring (KJR) einen Neubau an der Jugendstätte in Haidenaab errichtet. Der Kreistag habe die Maßnahme bereits befürwortet. 2016 werde die Planung erstellt, im Jahr darauf gebaut. Da das alte Schulhaus nur eine Etagendusche besitze und nicht barrierefrei sei, beabsichtige der Bayerische Jugendring einen Teilabriss und die Errichtung eines Neubaus mit Küchentrakt, Gemeinschaftsraum und Sanitäranlagen. In die Planungen werden die Bevölkerung und die Vereine eingebunden.

Das Bundesprogramm "Demokratie leben" wird fortgesetzt. Der KJR als Anlaufstelle ist ebenso für die Koordination der ehrenamtlichen Helfer im Asylbereich und für die erwarteten jugendlichen Flüchtlinge Ansprechpartner. Dazu soll der Jugendtreff intensiv in die Arbeit um die Flüchtlingsjugend einbezogen werden.

Nachwuchs befragen


Die Jugendhilfeplanung zur Bedarfsermittlung beginnt laut Porsch mit einer Befragung von Jugendlichen und Jugendvereinen. Im Frühjahr ist eine Auffrischungsveranstaltung zum Thema Jugendschutz in Zusammenarbeit mit dem KJR geplant. Das Fränkische Sommertheater wird mit einem Theaterstück zum Thema Drogenprävention in Speichersdorf gastieren. Damit will man auf die gestiegene Zahl von Drogentoten in Bayern reagieren.
Uns steht mit der Aufnahme von bis zu 24 unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen eine große Herausforderung ins Haus. Aber gemeinsam schaffen wir das.Jugendbeauftragter Christian Porsch


Vereine unbezahlbarEin Hauptteil der Jugendarbeit lag in den Händen vieler aktiver Vereine. "Wir können diese Leistungen nicht mit Geld aufwiegen und die Gemeinde kann stolz auf ihre Vereine sein", bestätigte der Jugendbeauftragte Christian Porsch. Rund 25 Veranstaltungen bildeten das Sommerferienprogramm. Nie ausgelastet war der Bus zum Naturerlebnisbad Immenreuth. Dagegen lief die zum fünften Mal angebotene Kinderferienbetreuung sehr gut.

Das vom Sozialteam organisierte Fest der Kulturen war nach der Kegel-WM ein weiterer Höhepunkt. Es soll als Willkommens- und Begegnungsfest aller Vereine neu aufgelegt werden. Der Erlös der mit Sozialpädagogin Karina Ziegler beim Schulfest angebotenen Fruchtbar wurde in einen Ausflug investiert. Zum Bundesprogramm "Demokratie leben" fand im November der Integrations- und Familiensporttag statt.

Die von Dolores Longares-Bäumler organisierten Kochabende waren gut besucht; weniger das Bolzplatzturnier mit sechs Mannschaften. Herausgegeben wurde ein Buch mit dem Titel "Angekommen! Die Welt zu Hause in Speichersdorf". Abschließend dankte Porsch für das hohe Engagement der Vereine und der vielen Ehrenamtlichen, der Gemeinde für die finanzielle und ideelle Unterstützung, dem Team von Christine Sikora für die Mittags- und Ferienbetreuung sowie der Raiffeisenbank am Kulm für eine Spende in Höhe von 500 Euro. (ak)
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