Kampf gegen Crystal Meth
SPD fordert ständige Anpassung

Politik BY
Bayern
18.12.2015
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München/Hollfeld. Die SPD im Landtag fordert die ständige Anpassung der Strategie im Kampf gegen Crystal Meth. "Wir müssen uns immer wieder selbstkritisch die Frage stellen, ob wir noch die richtigen Strategien verfolgen, die Ausbreitung dieser Droge einzudämmen und zurückzudrängen", erklärte der Hofer SPD-Abgeordnete Klaus Adelt.

In den ersten neun Monaten 2015 registrierte die Polizei in Bayern 2264 Crystal-Fälle, etwas weniger als im Vorjahreszeitraum. Aus dem Innenministerium hieß es dazu, es könne aber keine Entwarnung gegeben werden. Adelt hat nun beantragt, dass die Staatsregierung mindestens einmal jährlich im Landtag über die aktuelle Entwicklung bei der "Teufelsdroge Crystal Meth" berichten soll. Zum einen bleibe die Thematik auf diese Weise im Bewusstsein der Öffentlichkeit, zum anderen könne die Politik dann auf neue Entwicklungen beim Schmuggel und der Verbreitung der Droge zeitnah reagieren, sagte Adelt. Zu klären sei auch, ob die enthemmende und die Schmerzempfindlichkeit absenkende Droge eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit sei. Gesundheitsministerin Melanie Huml verwies auf einer Veranstaltung in Hollfeld auf die extrem gesundheitsgefährdende Wirkung von Crystal Meth. Probleme gebe es vor allem an der Grenze zu Tschechien.

Hilfesuchende verwies Huml auf die vom Freistaat finanzierte "Crystal-Hotline" beim Regensburger Drogenhilfe-Verein "DrugStop". In diesem Zusammenhang warnte die Ministerin erneut vor der Legalisierung von Cannabis. Dessen Konsum berge die Gefahr des Einstiegs in eine Drogen-Karriere.
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