Kinderfreundlich und barrierefrei

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Bayern
15.03.2016
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In der Impulsgruppe sagen die Bürger, wie sie sich den Stadtpark und den Markt vorstellen. Der Marktredwitzer Stadtrat nahm nun die Ideen auf und beschloss eine Erweiterung des Sanierungsgebietes.

Marktredwitz. Die Bürger in Marktredwitz wissen sehr genau, wie die Innenstadt und der Stadtpark aussehen sollen: Der Markt soll barrierefrei und kinderfreundlich werden, mehr Sitzgelegenheiten erhalten und das Parken soll besser überwacht werden. Der Stadtpark soll heller und moderner werden, ein neues Baum- und Wegekonzept bekommen, wobei mit einer besseren Beleuchtung "Angst-Räume" vermieden werden sollen. Dies sind kurz zusammengefasst die Ergebnisse aus der Impulsgruppe, die Dr. Stefan Leuninger vom Büro Leuninger & Michler im Stadtrat vorstellte.

Zur Erinnerung: Diese erste Impulsgruppe hatte sich in zwei Sitzungen mit einigen der 18 Handlungsfelder aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) befasst: dem Markt, dem Historischen Rathaus, der Damm- und Lindenstraße sowie dem Jugendzentrum. Wie Leuninger im Stadtrat zusammenfasste, widmeten sich die Teilnehmer auch den Problemen in der Innenstadt: So bemängelten sie das Parkverhalten, die Leerstände, fehlende Fahrradständer und die geringe Zahl der Sitzgelegenheiten. Gestärkt werden soll nach dem Willen der Bürger die Kundenfrequenz. Auch wünschten sie sich, dass der Einzelhandel weiterentwickelt und die Gastronomie noch vielfältiger wird. Wichtig war ihnen auch, den Zugang Dammstraße zu entwickeln.

Biergarten


Der Markt soll nach den Ergebnissen aus der Impulsgruppe ein Raum für alle Alters- und Gesellschaftsgruppen werden, wobei auch Veränderungen denkbar sind: so etwa ein neuer Platz für das Kriegerdenkmal sowie ein neuer Spielplatz an zentraler Stelle. Wünschenswert sind demnach ein Biergarten, Märkte, Sportnachmittage oder ähnliches. Ein Manko sei die öffentliche Toilettenanlage. Insgesamt ist den Bürgern laut Leuninger auch die Verknüpfung von Markt und Park sehr wichtig. Bauamtsleiter Stefan Büttner lobte die zielgerichtete Arbeit in der Impulsgruppe. Vor allem gehe die Stadt mit der Impulsgruppe einen ungewöhnlichen, weil umgekehrten Weg: Die Bürger werden nicht mit einer Planung der Stadt konfrontiert, sondern bringen ihre Ideen sehr früh in die Planung ein. Damit ist nach Büttners Worten sichergestellt, dass die Wünsche der Bevölkerung aufgenommen werden. Zudem seien die Bürger mit Feuer und Flamme dabei gewesen, von der sehr fruchtbaren Arbeit habe die Stadt enorm profitiert.

Der Bauamtsleiter erläuterte die weitere Vorgehensweise: Aufgrund der jetzt vorliegenden Anregungen der Bürger, die ja auf den ISEK-Handlungsfeldern beruhen, sollen die Ziele und der Geltungsbereich des Sanierungsgebietes Markt/Altstadt aktualisiert werden. Wie beim Benker-Areal auch sei es Ziel, das Sanierungsgebiet in der Innenstadt räumlich und auch thematisch zu erweitern. Diese Fortschreibung und die damit verbundene Vorbereitende Untersuchung (VU) seien zudem Voraussetzung dafür, dass die Stadt auch in Zukunft Zuschüsse aus der Städtebauförderung bekommt. Der Stadtrat beschloss die Einleitung der Vorbereitenden Untersuchung, die das Büro Leuninger & Michler übernimmt. Außerdem soll das Sanierungsgebiet nach Norden bis zur Bauerstraße erweiterte werden, wodurch auch das Gelände des Kirchplatzes mit dem geplanten neuen Spielplatz eingeschlossen sind.

Aus der Vorbereitenden Untersuchung soll dann eine konkrete Planung entwickelt werden. Auf Nachfrage von Brigitte Artmann (Grüne) sagte Büttner, dass es bis zu einer konkreten Planung noch zwei bis drei Schritte seien. Die Aufgabe laute jetzt, die Ergebnisse aus der Impulsgruppe in eine umsetzbare Planung umzumünzen.

Nicht verzetteln


Der Stadtrat stimmte zu, dass auch zu den anderen ISEK-Handlungsempfehlungen Impulsgruppen gebildet werden. Robert Sroka (CSU) und Klaus Haussel (SPD) sprachen sich dafür aus, diese Impulsgruppen neu zu besetzen. Allerdings sollte ihrer Meinung nach zunächst ein Thema abgeschlossen werden. Dem stimmte Büttner zu: "Wir wollen uns natürlich nicht verzetteln."
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