Kommentar zu den Schüssen von München
Terror vor der Haustüre

Politik BY
Bayern
22.07.2016
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Erst der Axt-Angriff im Regionalzug bei Würzburg, jetzt Schüsse in einem Einkaufszentrum in München. Der Terror steht vor unserer Haustür. Der Alptraum ist endgültig wahr geworden.

Ob es ein Amoklauf oder ein Anschlag war, ist nicht wirklich relevant. Eine Unterscheidung ist ohnehin kaum mehr möglich. In München haben der oder die Täter ein Blutbad angerichtet. Wahllos wurden Menschen ermordet. Und die Attentäter haben das erreicht, was ihr größter Antrieb und Motivation ist: Sie haben Angst und Panik unter der Bevölkerung geschürt.

Es ist eine Mischung aus Hilflosigkeit und Wut, die sich nach der unfassbaren Tat von München breit macht. Was bei aller Bestürzung nicht passieren darf: Dass die Scharfmacher die Oberhand gewinnen. Konsequenzen aus den Schüssen in der Landeshauptstadt sind selbstredend unausweichlich. Die Bürger dürfen nicht das Gefühl haben, dass sie in einem unsicheren Staat leben. Gleichwohl wird jedem klar sein, dass es absolute Sicherheit niemals und nirgendwo geben kann.

Wir befinden uns in einem Kampf gegen den Terror, der noch lange dauern wird. Wir sind mittendrin. Und dennoch gilt es, gerade jetzt kühlen Kopf zu bewahren. Wenn die Politik die Nerven verliert, haben die Terroristen schon ein Ziel erreicht.
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Markus Nagler aus Schnaittenbach | 23.07.2016 | 10:49  
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