Kurier legt Geständnis ab
Wagen voller Waffen

Politik BY
Bayern
24.09.2016
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München. Ein mutmaßlicher Waffenkurier, der mit einem Auto voller Kalaschnikows, Sprengstoff und Handgranaten auf dem Weg nach Paris war, hat vor Gericht ein Geständnis abgelegt. Der 51-jährige Angeklagte aus Montenegro ließ seinen Anwalt am Freitag mitteilen, er habe von einer größeren Menge von Waffen in seinem Wagen gewusst. Der Verteidiger betonte beim Prozessauftakt vor dem Münchener Landgericht allerdings auch: "Er wusste nicht, wofür diese dienen sollten." Der Mann war wenige Tage vor den Pariser Terroranschlägen im November 2015 von der Polizei aufgegriffen und festgenommen worden. Bezüge zu den dortigen Attentätern fanden die Ermittler aber bis heute nicht.

Der Angeklagte rechtfertigte seine Fahrt damit, dass er dafür 2000 Euro hätte bekommen sollen. Sein Anwalt erklärte, der 51-Jährige habe sich in Geldnot befunden, habe Stromrechnungen begleichen müssen. "Mein Mandant wollte durch die Fahrt Geld verdienen", sagte er. Das Gericht hatte dem 51-Jährigen im Falle eines Geständnisses zuvor eine Freiheitsstrafe von rund vier Jahren in Aussicht gestellt, konkret: zwischen drei Jahren und neun Monaten und vier Jahren und drei Monaten. Beide Seiten und auch der Angeklagte stimmten der Verständigung zu. Das Urteil könnte damit bereits Ende der kommenden Woche gesprochen werden.
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