Leichen der Attentäter freigegeben
Beisetzung Sache der Familie

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Bayern
10.08.2016
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Würzburg/München. Die Leichen des Axt-Attentäters von Würzburg und des Amokschützen von München können bestattet werden. Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaften von München und Würzburg gaben am Dienstag bekannt, dass die Leichen zur Bestattung freigegeben seien. Ein Sprecher des LKA sagte zur Leiche des Amokläufers, die Beisetzung sei "Sache der Familie". Deshalb könnten die Behörden über das weitere Prozedere keine Auskunft geben. Die Obduktion der Leiche wurde laut Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am 23. Juli durchgeführt. Zu den genaueren Umständen des Todes der Opfer des Amoklaufs wollte sich das LKA aus Pietätsgründen nicht äußern. Der Amokschütze hatte am 22. Juli beim Olympia-Einkaufszentrum in München neun Menschen erschossen. Anschließend tötete er sich selbst.

Für die Leiche des Würzburger Attentäters ist nach Aussage von LKA und Landratsamt Würzburg die Stadt Ochsenfurt zuständig. Dort sei der Attentäter zuletzt gemeldet gewesen. Gemäß Bayerischem Bestattungsgesetz ist die Wohnsitzgemeinde nur zuständig, wenn es keine Angehörigen gibt, die eine Bestattung übernehmen. Ob es Angehörige gibt, ist aber noch offen. Laut Staatsanwaltschaft Würzburg haben sich zwei mutmaßliche Angehörige an die deutsche Botschaft in Kabul gewandt und eine Überführung nach Afghanistan beantragt.
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