Markus Söders Heimatbericht
Oberpfalz wächst und gedeiht

Der bayerische Heimat- und Finanzminister Markus Söder (CSU) vor dem bayerischen Heimatministerium in Nürnberg. Bild: dpa
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Bayern
13.06.2016
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Heimatminister Markus Söder sieht die ländlichen Regionen Bayerns auf einem guten Weg. "Es geht insgesamt aufwärts, aber wir sind noch nicht am Ziel", sagte Söder bei der Vorlage des Heimatberichts 2015 in München. Der Bezirk liegt dabei gut im Rennen.

München. Die Tendenz zeige, so Söder, dass es "langsam, aber deutlich besser wird". Laut Heimatbericht ist die Bevölkerungsentwicklung inzwischen in fast allen Landesteilen positiv. So stieg in der Oberpfalz zwischen Mitte 2014 und Mitte 2015 die Zahl der Einwohner um 0,6 Prozent an. Ende Juni 2015 waren 1 086 014 Menschen mit Erstwohnsitz im Bezirk gemeldet, gut 6000 mehr als ein Jahr davor.

Bis auf den Landkreis Tirschenreuth verlief die Entwicklung überall in der Oberpfalz positiv. Die Zuwachsraten schwankten zwischen 0,1 und 0,8 Prozent - in der Stadt Regensburg lag sie sogar bei über 1,3 Prozent. Überall, also auch im Kreis Tirschenreuth, gab es einen positiven Wanderungssaldo. Die Zahl der Zuzüge lag insgesamt um 6760 über der der Wegzüge. Mit plus 15,4 Prozent war der Zuwachs beim Wanderungssaldo in der Oberpfalz der bayernweit zweithöchste. Weiterhin gab es im Bezirk aber mehr Sterbefälle als Geburten. Die Differenz zwischen den Werten hat sich jedoch - wie überall in Bayern - verringert.

Söders Bericht weist aber auch aus, dass die Wachstumsdynamik innerhalb Bayerns noch immer sehr unterschiedlich ist. Die Spanne im Bevölkerungswachstum lag demnach zwischen plus 1,3 Prozent in Oberbayern und 0,1 Prozent in Oberfranken. Hohes Bevölkerungswachstum findet vor allem im Großraum München statt. Damit geht die Schere zwischen den einzelnen Landesteilen trotz insgesamt positiver Entwicklung weiter auseinander - 2011 litten 21 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten unter Bevölkerungsschwund, 2014 nur noch 10.

Söder sah vor allem im Nordosten Oberfrankens, der nördlichen Oberpfalz sowie in der Rhön die Schwerpunkte für die künftige Regionalentwicklung. Zwar zeigten sich auch hier Besserungstendenzen, doch stehe man erst am Anfang der Umsetzung der neuen Heimatstrategie. Söder nannte den Breitbandausbau für das schnelle Internet, die Stärkung der ländlichen Räume beim kommunalen Finanzausgleich, die geplanten Behördenverlagerungen und vor allem die weitere Regionalisierung von Bildungseinrichtungen. Diese seien für den ländlichen Raum ein große Chance. "Jede Hochschuleinrichtung ist eine kleine Oase, denn rundherum beginnt es zu blühen", sagte Söder. Diese Entwicklung müsse man in Kombination mit der Digitalisierung durch weitere Ansiedlungen fortsetzen. Konkrete Pläne dazu offenbarte er aber nicht.

Jede Hochschuleinrichtung ist eine kleine Oase, denn rundherum beginnt es zu blühen.Der bayerische Heimatminister Markus Söder
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