Müller, Stewens und Stamm sagen vor Ausschuss aus
Modell nicht gekannt

Barbara Stamm kommt zu einer Sitzung des Untersuchungsausschusses im Landtag in München. Bild: dpa
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Bayern
17.06.2016
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München. Die ehemaligen Sozialministerinnen Barbara Stamm und Christa Stewens (beide CSU) haben nach eigenen Angaben nichts von den Vorgängen in der Modellbautherapie in zwei forensischen Kliniken gewusst. Mit der Beschäftigungs- oder speziell der Modellbautherapie in den Psychiatrien habe sie sich nicht dezidiert beschäftigt, sagte Stamm, die heute Landtagspräsidentin ist. Auch Stewens sagte am Donnerstag im Modellbau-Untersuchungsausschuss, sie habe keine Kenntnisse von umstrittenen Vorgängen in der Arbeitstherapie gehabt.

Die heutige Sozialministerin Emilia Müller (CSU) sagte, sie habe ihr Amt erst 2013 angetreten und von den Vorgängen damals keine Kenntnis. Stamm war von 1994 bis 2001 Sozialministerin, Stewens von 2001 bis 2008. Ihr folgte Christine Haderthauer, die später Staatskanzleichefin wurde, im Zuge der Modellbau-Affäre aber im September 2014 von dem Spitzenamt zurücktreten musste.

Die Modellbautherapie in zwei Bezirkskliniken steht mit im Zentrum des Untersuchungsausschusses. Denn mit teuren Modellautos, die ein in der Psychiatrie einsitzender Dreifachmörder baute, hatten Haderthauer und ihr Mann Hubert einst Geschäfte gemacht. Pikant: Hubert Haderthauer, heute Landgerichtsarzt, war damals Stationsarzt im Bezirksklinikum Ansbach.
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