Mutmaßlicher Dschihadist muss in Haft
Verbotene Ausreise

Zweieinhalb Jahre muss ein 27-Jähriger ins Gefängnis, weil er in ein Terrorcamp ausreisen hätte wollen. Bild: dpa
Politik BY
Bayern
20.05.2016
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München. Das Münchener Landgericht hat einen mutmaßlichen Dschihadisten zu zweieinhalb Jahren Haft wegen versuchter Ausreise in ein Terrorcamp verurteilt. Der 27-Jährige habe nach Syrien reisen wollen, um sich dort dem bewaffneten Kampf anzuschließen, sagte der Vorsitzende Richter Norbert Riedmann am Donnerstag. Der Mann, der in München geboren und deutscher Staatsbürger ist, sei einmal in die Türkei geflogen und habe ein weiteres Mal den Flug dorthin geplant, "um weiter zu reisen nach Syrien, um dort in einem Ausbildungslager eine militärische Ausbildung zu bekommen". Er habe sich am Dschihad beteiligen wollen. Die Staatsanwaltschaft hatte fünf Jahre Haft gefordert, die Verteidigung verlangte hingegen Freispruch. Ein neuer Absatz (Paragraf 89a, 2a) im Strafgesetzbuch stellt seit Juni 2015 bereits den Versuch der Ausreise zum bewaffneten Kampf unter Strafe.

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