Neuer dritter Bürgermeister für Speichersdorf
12 Stimmen für Wolfgang Hübner

Unmittelbar nach der Wahl vereidigte Rathauschef Manfred Porsch (rechts) Wolfgang Hübner als dritten Bürgermeister. Bild: ak
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Bayern
20.10.2016
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Unmittelbar nach der Wahl vereidigte Rathauschef Manfred Porsch (rechts) Wolfgang Hübner als dritten Bürgermeister. Bild: ak

Die Posten der stellvertretenden Bürgermeister sind wieder besetzt. Neben Rudi Heier übernimmt künftig Wolfgang Hübner bei Bedarf als dritter Rathauschef die Amtsgeschäfte von Manfred Porsch.

Speichersdorf. Nach der Wahl des bisherigen dritten Bürgermeisters Rudi Heier (SPD) zum Nachfolger der zurückgetretenen Simone Walter (CSU) vor einer Woche war dessen Amt vakant. In einer Sondersitzung am Montagabend bestimmte das Gremium Wolfgang Hübner (CSU) zur neuen Nummer drei im Rathaus. CSU-Fraktionssprecher Franc Dierl hatte ihn dafür ins Spiel gebracht. Weitere Vorschläge gab es nicht. Hübner, der seit 20 Jahren als Gemeinderat tätig ist, hatte bereits in der Legislaturperiode 1996 bis 2002 das Stellvertreteramt inne.

Fünf leere Zettel


Laut dem Wahlgremium mit Manfred Porsch und dem Gemeindebediensteten Thorsten Leusenrink erhielt Hübner 12 der 19 möglichen Stimmen. Fünf Zettel waren leer, eine Stimme erhielt Gerd Zetlmeisl (CSU). Hübner, den Porsch anschließend vereidigte, betonte die Bedeutung des Stellvertreteramts für Kommune und Bürger, wobei Parteipolitik nichts zu suchen habe.

Wilhelm Lipphardt, Inhaber einer Speichersdorfer Firma für Baudienstleistungen, Putz- und Stuckarbeiten, beantragte den Erlass eines Vorbescheides für die Nutzungsänderung des Lagergebäudes in der Bayreuther Straße 74. Anstelle des 58 mal 9,99 Meter großen eingeschossigen Lagers soll das bestehende Gebäude zum Reihenwohnhaus mit sechs ebenerdigen Wohneinheiten ausgebaut werden. Porsch erläuterte, dass die Baugenehmigung für das Lagergebäude aus 2012 stammt. Dieses Areal ist laut Flächennutzungsplan als Sondergebiet "Schießen" ausgewiesen und neben dem Lager mit sechs Garagen und einer Dachphotovoltaikanlage bebaut. Ursprünglich war dort der Bau eines neuen Schützenheimes geplant. Das Grundstück ist mit Wasser und Kanal sowie Straße erschlossen. Es fehlen Straßenbeleuchtung und Gehweg. Gespräche mit dem Landratsamt haben ergeben, dass insbesondere die Zulässigkeit des Vorhabens zu den Festsetzungen des Flächennutzungsplanes geprüft wird und eine Änderung, gegebenenfalls das Aufstellen eines Bebauungsplanes, erfolgen muss. Das Grundstück grenzt unmittelbar an ein ausgewiesenes Gewerbegebiet an.

Umwandlung problematisch


Dierl, Simone Walter (CSU), Rudi Kirchberger und Christian Porsch (beide UBV) sahen in der Umwandlung in Wohnflächen ein großes Problem. Es sei keine sinnvolle städtebauliche Entwicklung erkennbar und immissionsschutzrechtliche Probleme vorprogrammiert. Der Gemeinderat lehnte den Antrag auf Nutzungsänderung einstimmig ab.

Stromtrasse: Einwände gebündelt weitergebenZum Thema Stromtrasse schlug Christian Porsch (UWG) vor, dass der Gemeinde alle von Bürgern und Initiativen erstellten Einwendungen zur Kenntnis gegeben werden sollten, damit sie selbst eine fundierte Stellungnahme zum vorgeschlagenen Korridor erstellen kann. Porsch stellte fest, dass die über Speichersdorf führende Trasse von der angestrebten Ideallinie erheblich abweicht und große teure Umwege in Kauf nimmt.

Diese Variante lehnt der Gemeinderat ab. Sie würde große Biotopflächen im Bereich der Tauritzmühle und Flächen zur Wassergewinnung sowie der Landwirtschaft durchschneiden. Es sollten vielmehr verstärkt auf regionale Energieerzeugung sowie erneuerbare Energien und eine direkte Verbindungstrasse gesetzt werden. Der Gemeinderat erklärte sich mit einer erneuten Stellungnahme und den bekannten Argumenten einverstanden.

Rainer und Mechthild Striegl wollen auf ihrem mit Wohnhaus und Doppelgarage bebauten Grundstück in Haidenaab 44 den Dachraum der Garage als Wohnraum ausbauen. Dazu gab es keine Einwände.

Zweiter Bürgermeister Rudi Heier gab bekannt, dass sich der Rechnungsprüfungsausschuss am 21. und 22. November sowie 12. Dezember zur Prüfung der Jahresrechnung 2015 treffen wird. (ak)
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