Nürnberg begräbt W-Lan-Projekt für Flüchtlinge
"Ein bisschen schikanös"

Politik BY
Bayern
12.03.2016
11
0

Nürnberg. Kein Internet für Flüchtlinge: Wegen einer Anweisung des Sozialministeriums rückt die Stadt Nürnberg von ihrem Plan ab, Asylbewerbern auch in den Notunterkünften W-Lan anzubieten. "Wir hatten überlegt, mindestens in den großen Not-Gemeinschaftsunterkünften W-Lan zur Verfügung zu stellen. Doch diese Aktivitäten haben wir eingestellt", sagte Sozialamts-Chef Dieter Maly. Der Grund: Das Ministerium habe mitgeteilt, dass wenn die Stadt drahtloses Internet zur Verfügung stellt, das Taschengeld für die Flüchtlinge um rund 36 Euro gekürzt werden muss.

Dies sei der Betrag, der für Mediennutzung vorgesehen sei. "Die gesamte Summe abzuziehen, ist Unsinn", sagte Maly. "Das ist für mich nicht nachvollziehbar und ein bisschen schikanös." Ein allein reisender Flüchtling bekommt im Monat 143 Euro Taschengeld. Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte, laut bundesgesetzlichen Vorgaben seien für die Kommunikation von Flüchtlingen 35,79 Euro vorgesehen. Wenn ein W-Lan zur Verfügung stehe, könnten die Asylbewerber darüber ihre Kommunikation abwickeln.
Weitere Beiträge zu den Themen: Flüchtlinge (1357)W-Lan (7)Taschengeld (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.