Nur zwei Betriebe für die Region
Bezirk profitiert kaum von Invest in Bavaria

Politik BY
Bayern
25.10.2016
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München. Die ländlichen Regionen profitieren weiterhin kaum von den Ansiedlungsbemühungen der Agentur "Invest in Bavaria" (IB). Während sie im vergangenen Jahr 78 Unternehmen nach Oberbayern lotsen konnte - und damit 80 Prozent aller von ihr betreuten Neuansiedlungen -, gab es in der Oberpfalz nur zwei durch IB vermittelte Firmengründungen. Die Agentur half zudem bei einer Betriebserweiterungen. Insgesamt wurden dadurch 181 neue Arbeitsplätze geschaffen. In Oberbayern betrug das Job-Plus 1664. Über 2000 Arbeitsplätze vermittelte IB im vergangenen Jahr mit einer Großinvestition nach Niederbayern. In Art und Umfang war das aber ein absoluter Ausnahmefall. Seit der IB-Gründung 2006 begleitete die Agentur 503 Unternehmen nach Oberbayern, wobei 9679 Arbeitsplätze geschaffen wurden. In der Oberpfalz gab es im gleichen Zeitraum 13 von IB initiierte Ansiedlungen mit 2143 neuen Jobs.

Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann, der die Daten im Wirtschaftsministerium erfragt hatte, kritisierte, mit "Invest in Bavaria" befeuere die Staatsregierung den Druck auf den Ballungsraum München und vernachlässige die ländlichen Regionen. Wirtschaftsstaatssekretär Franz Pschierer erklärte, "Invest in Bavaria" werbe über die gezielte Ansiedlungsprojekte hinaus vielfältig für Standorte in allen Regionen. "Wo immer es das Anforderungsprofil des Investors erlaubt, lenkt IB gezielt den Blick auf Regionen jenseits der Ballungsgebiete und setzt alles daran, den Investor durch das Aufzeigen regionaler Vorzüge von Standorten im ländlichen Raum zu überzeugen", erläuterte er. Dafür sei auch eine Außenstelle für Nordbayern eingerichtet worden. Die Standortentscheidung treffe jedoch letztlich immer der Investor.
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Ralph Schoeller aus Weiden in der Oberpfalz | 26.10.2016 | 13:58  
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