Papst Franziskus trifft EKD-Chef Bedford-Strohm
Konfessionen bei Flüchtlingsfrage einig

Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender, hofft nicht nur wegen seines Treffens mit Papst Franziskus auf "große Schritte im ökumenischen Dialog". Bild: dpa
Politik BY
Bayern
17.04.2016
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München/Hannover. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, wird am Donnerstagabend Papst Franziskus im Vatikan treffen. Das bestätigte ein EKD-Sprecher am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Es sei ein "privater Kennenlerntermin" zu Beginn der EKD-Ratsperiode, kein offizieller Delegationsbesuch.

Gemeinsam für Flüchtlinge


Papst Franziskus und der seit eineinhalb Jahren im Amt befindliche Ratsvorsitzende Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist, sind sich bisher noch nicht begegnet. Zu den Themen des Treffens machte der EKD-Sprecher keine Angaben.

Bedford-Strohm lobte unterdessen am Sonntag auf Facebook die Reise von Papst Franziskus am Wochenende nach Lesbos und den Einsatz des katholischen Kirchenoberhaupts für Flüchtlinge. Er sehe darin einen Appell "für die Wahrnehmung der Verantwortung Europas und nicht nur Europas gegenüber den Menschen, die vor Terror und Krieg fliehen".

Papst Franziskus hatte am Samstag die Flüchtlingsinsel Lesbos besucht und auf dem Rückweg überraschend zwölf muslimische Flüchtlinge mit nach Rom genommen. Zugleich machte sich der bayerische Landesbischof ausdrücklich die gemeinsame Erklärung des Papstes mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. und dem orthodoxen Athener Erzbischof Hieronymos II. zu eigen: "Jeder Satz dieser Erklärung spricht mir aus dem Herzen."
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