Parteivorstand stimmt GroKo-Kandidat zu
CSU für Steinmeier

Politik BY
Bayern
15.11.2016
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München. Gerade hat der CSU-Parteivorstand bei nur einer Enthaltung gebilligt, dass Frank-Walter Steinmeier der "großkoalitionäre Kandidat" für das Amt des Bundespräsidenten wird, da will Horst Seehofer nur noch nach vorne blicken. Der SPD-Außenminister sei menschlich wie fachlich ein "guter und geeigneter Kandidat", sagt der CSU-Chef also, er biete die Gewähr, dass dieses hohe Amt "in Würde und bester Qualität" weitergeführt werden könne. "Ich bin froh, dass dieser Prozess abgeschlossen ist", so Seehofer.

Das ist er wohl, doch in der CSU herrscht weiter ein Grundgrummeln darüber, dass man nun einen Sozialdemokraten wählen muss. Als größte Gruppe in der Bundesversammlung müsse es doch Anspruch der Union sein, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Zumal Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger schon von einem "Armutszeugnis für CDU und CSU" lästert. Seehofer ist sich trotzdem sicher, seine Partei von der Entscheidung überzeugen zu können. Zu der habe es keine Alternative gegeben.

Es gebe schließlich eine Verantwortung für das Land, da könne man nicht alle parteipolitischen Vorstellungen durchsetzen. Ein Kandidat mit "Unions-Aushängeschild" habe sich nicht finden lassen, obwohl "mit sehr vielen Personen" gesprochen worden sei. Seehofer räumt ein, selbst abgesagt zu haben. Als aus dem CSU-Vorstand die Forderung gekommen sei, habe er das "gleich begradigt". Denn seine Aufgabe sei es, die Bundestagswahl zu gewinnen.
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