Regierung nominiert nach
Ausbau der Route Nürnberg–Furth im Wald soll in Bundesverkehrswegeplan

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Bayern
27.04.2016
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München. (jum/nt/az) Der Ausbau der Schienenverbindung Nürnberg-Amberg-Schwandorf-Furth im Wald soll nach dem Willen der CSU-Staatsregierung doch noch als Teil der Magistrale nach Prag in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Der Ministerrat beschloss am Dienstag, das Projekt im laufenden Konsultationsverfahren beim Bund für den vordringlichen Bedarf nachzumelden. Die Verbindung werde sowohl in München wie in Prag politisch gewollt, erklärte Staatskanzleiminister Marcel Huber. Die derzeit in weiten Teilen eingleisige Strecke müsse "dringend beschleunigt und elektrifiziert" werden. Zudem will die Staatsregierung den vierspurigen Ausbau der B 303 zwischen der A 93 bei Marktredwitz und dem Grenzübergang Schirnding in der vordringlichen Bedarf bringen. Auf tschechischer Seite ist der vierspurige Ausbau der sich anschließenden Fernstraße über Eger und Karlsbad nach Prag fest eingeplant. Huber hofft, die Finanzierung beider Projekte unter anderem aus in anderen Bundesländern nicht abgerufenen Restmitteln sicherstellen zu können. Insgesamt will der Freistaat acht Projekte für den Bundesverkehrswegeplan nachmelden. Neben der B 303 und der Schienenverbindung nach Prag ist das unter anderem der sechsspurige Ausbau der Autobahnen A 6 von Regensburg nach Passau und A 8 vom Dreieck Inntal bis Salzburg. Die Oberpfälzer SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder kritisierte die Beschlüsse scharf. "Dass nach Verkehrsminister Dobrindt nun auch die Staatsregierung den Landkreis Cham im Regen stehen lässt und den weiteren Ausbau der B 85 für nicht vordringlich hält, macht mich fassungslos."

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