Schwerte bringt Flüchtlinge auf Ex-Lagergelände unter
Baracke bereit

Die zukünftige Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände der ehemaligen Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald in Schwerte. Das Gebäude ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Bild: dpa
Politik BY
Bayern
17.01.2015
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Ungeachtet heftiger Kritik will die Ruhrgebiets-Stadt Schwerte Flüchtlinge auf dem Gelände einer ehemaligen Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald unterbringen. Dort hatten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter in einem Eisenbahnausbesserungswerk Lokomotiven reparieren müssen. 21 Asylbewerber sollen jetzt in einer Baracke unterkommen, die vor Jahrzehnten schon einmal Flüchtlingen und zuletzt Künstlern als Domizil diente. Sie sei aber erst in den 1950er Jahren entstanden, betonten Vertreter der Stadt am Freitag. Die Lagergebäude wurden vor langer Zeit abgerissen. Zunächst war der Eindruck entstanden, die Flüchtlinge sollten in einer Wachbaracke der KZ-Außenlagers wohnen. "Die Entscheidung ist sachgemäß", sagte Bürgermeister Heinrich Böckelühr (CDU). Das Gebäude mit wechselvoller Geschichte werde einer sinnvollen Nutzung zugeführt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und andere hatten an die Stadt appelliert, den Plan fallenzulassen. Schwerte ist nicht die einzige Stadt, die Flüchtlinge in einer ehemaligen KZ-Außenstelle unterbringen will. Augsburg verfolgt ähnliche Pläne.
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